Coach statt Couch?

Ein Konzept für die Beratung von Klienten mit ADHS-Symptomen

Coach statt Couch?
© Foto: pattyphotoart/Shutterstock.com

Die Symptome, die mit der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) einhergehen, können zahlreiche lebens- und arbeitsweltliche Probleme verursachen. Behandelt wird die Symptomatik in der Regel medikamentös, bislang wird Psychotherapie häufig ergänzend eingesetzt. Coaching kann dieses Behandlungsformat wirksam ergänzen. Aufgrund seiner hohen Anschlussfähigkeit in der Arbeitswelt eignet sich Coaching insbesondere dazu, die aus den ADHS-Symptomen resultierenden Probleme am Arbeitsplatz zu lösen. Somit gewinnt es in der Begleitung ADHS-Betroffener zunehmend an Bedeutung.

Das Phänomen der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Im Vergleich zu traditionellen Behandlungsformen wie medikamentöser Behandlung und Psychotherapie gewinnt Coaching an Relevanz – und trägt überdies zur Destigmatisierung der Betroffenen bei.

Bis in die 80er Jahre wurde ADHS mit den drei Kardinalsymptomen Aufmerksamkeitsdefizit, Impulsivität und Hyperaktivität als eine Störung des Kindes- und Jugendalters angesehen. Revidiert wurde dies durch Forschungsergebnisse in den USA und Europa. Die Studien wiesen nach, dass bei 78 Prozent der erkrankten Kinder und Adoleszenten die Symptomatik bis in das Erwachsenenalter andauert. Die Persistenzrate beträgt gemäß der DSM-5-Kriterien (DSM-5 = Fünfte Auflage des diagnostischen und statistischen Leitfadens zu psychischen Störungen) 3,3 bis 5,3 Prozent. Somit ist belegt, dass die ADHS des Kindes- und Jugendalters bis in das Erwachsenenalter andauert.

Häufig leiden Menschen mit ADHS neben der beschriebenen Symptomtrias unter Defiziten im Arbeits- und Sozialverhalten, geringem Selbstwert und einer niedrigen Frustrationstoleranz.

Daraus resultieren Schwierigkeiten im Berufs- und Alltagsmanagement, der Emotionsregulation sowie Konflikte mit Lebenspartnern oder am Arbeitsplatz. Je nach Verantwortung im Führungskontext erleben diese Menschen eine hohe Mitarbeiterfluktuation.

In der wissenschaftlichen Literatur wird bisher davon ausgegangen, dass die psychopharmakologische Medikation notwendig ist. Nach herrschender Auffassung soll sie durch Psychotherapie ergänzt werden. Immer häufiger finden sich aber inzwischen auch Hinweise, dass Coaching nachhaltige Erfolge vorweist. Es unterstützt Klienten in einem zeitlich limitierten Rahmen bei der Analyse, Bearbeitung und Lösung arbeits- und lebensweltlicher Probleme. Bisher existieren zum ADHS-Coaching jedoch nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen und Modelle.

Das ADHS Coaching-Konzept

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