Das Konzept des Lebensskripts, wie von Claude Steiner (1982) formuliert, beschreibt die unbewussten „Drehbücher“, die Menschen auf Basis früher Kindheitserfahrungen entwickeln und die ihr Denken, Fühlen und Handeln steuern. Ein Lebensskript ist kein bewusster Plan, sondern vielmehr eine tief verankerte Orientierung, die uns schützt und gleichzeitig begrenzt. Es sagt uns, was wir tun sollen und was wir nicht tun dürfen. Verbote wie „Denke nicht!“, „Sei nicht glücklich!“ oder „Sei nicht wichtig!“ sind Beispiele derartiger Botschaften.
Nach Steiner (ebd.) werden die Botschaften in der Kindheit durch verbale und nonverbale Kommunikation von Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen vermittelt. Sie sind unbewusste Aufträge, die oft mit emotionalen Konsequenzen verbunden sind, wenn sie nicht befolgt werden. Solche Botschaften werden auch Einschärfungen oder Bannbotschaften genannt. Sie bestimmen unbewusst das Lebensskript eines Menschen und wirken im Erwachsenenalter häufig als Einschränkungen der persönlichen Freiheit (ebd.).
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