Beruf Coach

Mein Klient braucht Therapie

Wie Coaches damit umgehen können

Woran können Coaches einen potenziellen psychotherapeutischen Bedarf ihrer Klienten erkennen? Wie sollten sie diese darauf ansprechen? An welche Hilfsstellen können sie verweisen und worauf ist dabei zu achten? Dieser Artikel bietet einen Überblick über die in Deutschland geläufigen psychologischen Hilfsangebote und klärt über ihre Unterschiede auf.

9 Min.

Erschienen im Coaching-Magazin in der Ausgabe 2 | 2025 am 20.05.2025

Ein Mann sitzt auf einem Sofa und redet mit einer Frau, die ihm gegenüber sitzt.

„Coaching ist keine Psychotherapie und kann eine solche nicht ersetzen.“ Diesen Leitsatz werden seriöse Coaches in qualifizierten Ausbildungen erlernt und verinnerlicht haben. Doch wo genau verläuft die Grenze zwischen Coaching und Therapie und wie können Coaches sie einhalten? Schließlich werden die wenigsten Klienten, die eine psychotherapeutische Behandlung benötigen, darüber Bescheid wissen. Sonst hätten sie eher therapeutische Hilfe aufgesucht anstelle eines Coachings. Wie kann ein Coach den Klienten darauf ansprechen, dass seine Probleme bei einem Psychotherapeuten womöglich besser aufgehoben wären als in einem Coaching?

Erschwerend kommt hinzu, dass es in Deutschland rund um die Begrifflichkeit „Psychotherapie“ recht undurchsichtig bestellt ist, sodass unvorbereitete Coaches in dieser Hinsicht überfordert sein könnten, wenn sie mit einem plötzlichen Fall in der Praxis konfrontiert werden. Dieser Artikel soll die zuvor genannten Fragen klären und Hinweise geben, worauf Coaches achten müssen, wenn sie ihren Klienten nahelegen, einen möglichen psychotherapeutischen Behandlungsbedarf abzuklären.

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Literatur

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