Blended-Coaching in der Lehrerbildung

Erste Erfahrungen aus der Praxis

Blended-Coaching in der Lehrerbildung
© Foto: Nadino/Shutterstock.com

Für die Zukunft der Beratungsarbeit zeichnet sich ab, dass die Bedeutung virtuell vermittelter Beratung zunimmt, ohne dabei die spezifischen Qualitäten des Face-to-Face-Gespräches ersetzen zu können. Ein Blended-Coaching könnte die Vorzüge beider Zugänge verknüpfen. Im Kontext der Eignungsberatung für den Lehrerberuf wurden unter dieser Zielsetzung erste Erfahrungen gesammelt.

„Für die Schule nur die Besten!“

Ein oft wiederholter Anspruch an die Lehrerbildung. Macht man sich die Tragweite schulischer Bildungsarbeit bewusst, lassen sich für die Forderung legitime Gründe finden. Sie kann allerdings auch den Eindruck erwecken, Eignung für den Lehrerberuf ließe sich bereits vor dem Studium zuverlässig ermitteln. Je mehr sich die Einsicht verbreitet, von dem „(illusorischen?) Ziel der prognostisch validen, selektiven Eignungsprüfung für den Beruf ab[zu]lassen“ (Rothland & Terhart, 2011, S. 638), desto berechtigter erscheint die Empfehlung, Beratungsangebote in der Lehrerbildung so zu gestalten, dass sie regelmäßig Anlässe bieten, sich mit den Anforderungen des Berufes, den persönlichen Motiven und Vorstellungen sowie den eigenen Stärken und Schwächen in Bezug auf den angestrebten Beruf auseinanderzusetzen und Entwicklungsziele zu formulieren (KMK, 2013).

Für ein Coaching im Sinne einer begleitenden Prozessberatung bietet diese entwicklungsorientierte Auffassung von Eignung Anknüpfungspunkte. An Beratungsinstitutionen wie den Zentren für Lehrerbildung, den Agenturen für Arbeit und den Schulberatungsstellen wird dieses Verständnis in der Beratungsarbeit sowie in den Konzepten und Angeboten zur Eignungsberatung zunehmend aufgegriffen.

Das Münchener Zentrum für Lehrerbildung der LMU München stellt seit Juni 2014 mit dem Online-Beratungsangebot „SeLF – Selbsterkundung zum Lehrerberuf mit Filmimpulsen“ (www.self.mzl.lmu.de) ein Tool frei zugänglich zur Verfügung, das – aufgrund der adaptiven Einsatzmöglichkeiten – bundesweit und in unterschiedlichen Beratungssettings ein Bezugsrahmen für Eignungsfragestellungen, Potenzialentwicklung und Professionalisierung in der Lehrerbildung sein kann. Dies eröffnet verschiedene Möglichkeiten, Eignungsberatung im Lehramt ausbildungsbegleitend zu integrieren – auch mit Blended-Coaching in der Lehrerbildung.

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