Die Kinderfalle

Weibliche Führungskräfte im Rollenkonflikt zwischen Management und Babybrei

Die Kinderfalle
© Foto: goodluz/Shutterstock.com

Mehr Frauen in Führungspositionen, so das hehre Ziel, dass sich nicht zuletzt hinter der sogenannten Frauenquote verbirgt. Die Realität zeigt, dass es mit Quoten allein nicht getan ist. Was es braucht, ist ein Wandel in den Unternehmen, eine Arbeitskultur, in der etwa die Mutterrolle einer Führungskraft nicht mehr als Hindernis wahrgenommen, Frauen im gebärfähigen Alter nicht als Risiko bewertet werden. Solange dies nicht ausreichend bzw. nicht in allen Unternehmen gegeben ist, kann Coaching weibliche Führungskräfte im Umgang mit Widerständen unterstützen.

Eine große deutsche Tageszeitung titelte „In Deutschland sind Kind und Karriere kaum vereinbar“. Auch wenn es rühmliche Ausnahmen gibt, belegen die Zahlen diese Aussage. In DAX-Unternehmen liegt der Frauenanteil in der Geschäftsführung bei 9,6 Prozent, bei den größten familiengeführten Unternehmen bei 4,3 Prozent. Damit ist Deutschland international gesehen an vorletzter Stelle, vor Japan.

Gesellschaftlicher Druck auf berufstätige Mütter ist viel zu verbreitet. Auf der einen Seite wird erwartet, dass Frau trotz Baby funktioniert: „Ich bin nicht so perfekt wie in der Nivea-Werbung, die Business-Frau, die lächelnd mit dem Säugling auf dem einen Arm, Einkaufstüte im anderen, Handy zwischen Ohr und Schulter geklemmt zur Tür reinkommt, Größe 36 trägt und selbstverständlich keine Schwitzflecken auf ihrer tadellos gebügelten Bluse hat“, ärgert sich eine Führungskraft über die Klischees, die Werbung und Medien verbreiten.

Ob im Privatleben oder in der Berufswelt – Frauen im gebärfähigen Alter oder Mütter mit kleinen Kindern begegnen Vorurteilen, Neid und Klischees wie „Rabenmutter“, „Die hat doch alles, was muss sie noch arbeiten gehen?“, „Die wird eh bald schwanger, was sollen wir da investieren?“, „Wozu ist sie Mutter geworden, wenn sie jetzt arbeiten geht?“. Auf der anderen Seite machen sich Mütter einen unglaublichen Druck, allem und jedem gerecht zu werden. Und stoßen häufig auf Widerstand und auf körperliche Belastungsgrenzen.

Es braucht einen Kulturwandel

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