Integratives Neurocoaching

Coaching mit wissenschaftlicher Fundierung

Integratives Neurocoaching
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Ausgangspunkt dieses Beitrages ist die Überzeugung, dass neurowissenschaftliche Erkenntnisse über Psyche und Gehirn die Wirksamkeit von Coaching und Beratung erhöhen können. Grundlage hierfür bilden das wissenschaftlich fundierte Transformationsmodell sowie der schulenübergreifende dreifache Interventionsansatz. Beides wird im Folgenden dargestellt.

Psyche, Persönlichkeit und Gehirn

Neurowissenschaften und Entwicklungspsychologie zeigen, dass die Kernpersönlichkeit eines Menschen relativ früh gebildet wird und den Rahmen für das spätere Verhalten vorgibt. Dies spielt sich vornehmlich im limbischen System ab, in dem drei unterschiedliche funktionale Ebenen des limbischen Systems sowie eine vierte, kognitiv-kommunikative Ebene der Großhirnrinde voneinander unterschieden werden (Roth & Strüber, 2014; Roth & Ryba, 2016):

(1) Untere limbische Ebene, ULE (primär unbewusst): biologische Funktion Temperament. Entwicklung: genetische oder epigenetisch-vorgeburtliche Einflüsse; nur wenig beeinflussbar.
(2) Mittlere limbische Ebene, MLE (sekundär unbewusst): Funktion als unbewusste Grundlage der Persönlichkeit. Entwicklung: erste drei Lebensjahre; frühkindliche (Bindungs-)Erfahrungen; nur über starke emotionale Einwirkungen veränderbar.
(3) Obere limbische Ebene, OLE (bewusst; kann ins tiefe Vorbewusste absinken): Funktion der Einbettung der Kernpersönlichkeit in die soziale Welt. Entwicklung: beginnt mit ca. vier Jahren; erst im Alter von 18 bis 20 Jahren ausgereift.
(4) Kognitiv-sprachliche Ebene, KE (bewusst; kann ins Vorbewusste absinken): Funktion als rationaler Ratgeber (Ratgeber ist nicht Akteur; hat nur geringen Einfluss!). Entwicklung: Die Entwicklung beginnt mit ca. drei Jahren und verändert sich ein Leben lang.

Eine existenzfördernde Interaktion mit der natürlichen und sozialen Umwelt erfordert die sechs psychoneuralen Grundsysteme (Roth & Strüber, 2014; Roth & Ryba, 2016). Diese Systeme kennzeichnet ein spezifisches Zusammenwirken neuromodulatorischer Substanzen in limbischen und kognitiven Hirnzentren.

(1) Das Stressverarbeitungssystem dient der Bewältigung sachlicher Probleme, körperlicher und psychischer Herausforderungen. Seine Entwicklung startet in den ersten Wochen der Schwangerschaft und stabilisiert sich in den ersten Lebensjahren.

(2) Das interne Beruhigungssystem dient der Kontrolle der Stressachse, des psychischen Gleichgewichts, der Vermeidung schädlicher Aktionen und dem Erkennen der eigenen Gefühle und der anderer. Es entwickelt sich teils während der Schwangerschaft, insbesondere jedoch früh-nachgeburtlich.

(3) Das interne Bewertungs- und Motivationssystem dient der Bewertung der Konsequenzen für das eigene Wohlergehen und legt unbewusste Motive und bewusste Ziele des Verhaltens fest. Es entwickelt sich in den ersten Jahren nach der Geburt und ist lebenslang aktiv.

(4) Das Bindungssystem dient der Bereitschaft, sich auf andere einzulassen, und vertrauensvolle Beziehungen im Jugend- und Erwachsenenalter eingehen zu können. Die Entwicklung beginnt unmittelbar nach der Geburt und dauert ein Leben lang an.

(5) Das Impulshemmungssystem dient der Impulshemmung und der Toleranz gegenüber Belohnungsaufschub. Es entwickelt sich als Verhaltenskontrolle zum Erwachsenenalter hin.

(6) Realitätssinn und Risikowahrnehmung dienen dem Vermögen, Risiken einer bestimmten Situation zu erkennen. Sie entwickeln sich nach dem dritten Lebensjahr zusammen mit den kognitiven Fähigkeiten des Gehirns und sind erst im Erwachsenenalter ausgereift.

Die sechs psychoneuralen Grundsysteme stehen im Dienste der Erfüllung der Grundbedürfnisse des Menschen, nämlich Bindung, Selbständigkeit (Autonomie), Kontrolle, Lusterwerb, Leistung und Selbstwert. Voraussetzung für seelische Gesundheit ist die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse. Sie bestimmen in ihrem Zusammenwirken die drei wesentlichen Ausdrucksformen des Psychischen, nämlich

  • (1) das subjektive Erleben (Wahrnehmung, Gefühle, Erinnerung, Vorstellung usw.)
  • (2) die körperlichen, d.h. muskulo-skeletalen und vegetativen Reaktionen und
  • (3) das Verhalten.

Auf der Ebene des subjektiven Erlebens kann es zu belastenden Empfindungen, Erinnerungen oder Vorstellungen kommen. Psychische Störungen ergeben sich daraus, dass ein oder mehrere Grundbedürfnisse nicht hinreichend befriedigt werden und sich Konflikte zwischen unbewussten Motiven, bewussten Zielen sowie zwischen unbewussten Motiven und bewussten Zielen ausbilden.

Zufriedenheit mit sich selbst und der Lebenssituation stellt sich dann ein, wenn die bewussten Ziele im Einklang mit den unbewussten Motiven stehen, wobei letztere immer eine größere Macht haben als die bewussten.

Auf der körperlichen Ebene zeigen sich Symptome in der Mimik, Gestik, Stimmführung, in den Blickbewegungen, der Körperhaltung und in vegetativen Reaktionen. Dies unterliegt kaum oder gar nicht der bewussten Kontrolle, und entsprechend erfährt ein Mensch oft nicht, was in seinem limbischen System und seinem Körper geschieht. Häufig werden die unbewussten Erregungen erst dann erlebt, wenn sie sich z.B. durch Zittern, Schweißausbrüche oder Erröten äußern. Körperlich-vegetative Reaktionen schwinden immer mehr aus dem Bewusstsein, desto besser jemand gelernt hat, mit einer belastenden Situation umzugehen.

Auf der Ebene des Verhaltens äußern sich Störungen etwa in Verhaltensdefiziten, weil entsprechende Kompetenzen oder situationsangemessenes Verhalten nicht erlernt wurden. Es kann auch um problematische Verhaltensweisen gehen, von denen sich der Klient wünscht, sie ablegen zu können. Dies ist immer von unbewussten Aktivitäten des limbischen Systems begleitet und drückt sich meist in bewussten Erlebnissen aus, z.B. wenn ich vor meinen Vorgesetzten trete und dabei Angst habe. Es kann aber auch sein, dass ich nichts empfinde, während mein unbewusstes limbisches System aktiv ist.

Belastungen auf einer Ebene können verschwinden, während sie auf anderen Ebenen fortwirken. So kann ein Klient subjektiv kein Leidensempfinden mehr haben, aber sein Verhalten ist weiterhin unangemessen und sein Körper zeigt deutliche Belastungssymptome. Meist verschwinden die körperlichen Symptome zuletzt oder dauern sogar lebenslang an.

Veränderungstheorie: Strategien und Methoden

Im ersten Schritt sollte der Coach sein Augenmerk auf die Veränderungsmotivation des Klienten legen. Auch ist es wichtig, Problemarten, -ursachen und -tiefen differenziert voneinander zu unterscheiden, um für den Klienten passgenaue Interventionen auswählen zu können. Unterschiedliche Methoden bewirken, wenn sie erfolgreich sind, Veränderungen in unterschiedlichen Bereichen des Gehirns (siehe dazu Vier-Ebenen-Modell): Solche auf der bewussten kognitiv-sprachlichen Ebene mit Hilfe von verbal-kommunikativen Verfahren sind meist nur kurzfristig wirksam. Veränderungen der bewussten limbischen Ebene durch Verfahren, die nichtverbal-kommunikativ und intuitiv wirken, sind nachhaltiger, und solche auf der unbewussten limbischen Ebene mithilfe eines geduldigen Einübens neuer Erlebens- und Verhaltensweisen zeigen eine langfristige Wirksamkeit.

Der dreifache Interventionsansatz erlaubt es, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ebenen der Persönlichkeit und ihrer Veränderbarkeit die passende Intervention aus der Fülle der vorhandenen Veränderungskonzepte auszuwählen. Die drei Interventionsebenen sind identisch mit den oben beschriebenen Ausdrucksebenen des Psychischen: Erleben, Körper und Verhalten. Darüber hinaus ist das Arbeitsbündnis zwischen Coach und Klient als wichtiger Wirkfaktor zu betrachten, der in diesem Beitrag nicht tiefergehend erläutert wird.

Psychische Befindlichkeit

Auf der Ebene der psychischen Befindlichkeit geht es um Veränderungskonzepte, die das Verstehen, das Erleben oder eine Kontrastierung von Problem- und Lösungserleben betreffen.

Das verstehende Gespräch wirkt aus neurowissenschaftlicher Sicht in der Regel nur auf der kognitiven oder der oberen limbischen Ebene und erreicht meist keine tiefgreifenden Veränderungen, wenngleich es für den Klienten entlastend und hilfreich sein kann, seine Problemmuster besser zu durchschauen. Das Erleben starker Emotionen wirkt auf der oberen und manchmal auf der mittleren limbischen Ebene und kann auf die tieferliegenden Ursachen der Störungen einwirken. Mit Kontrastierungstechniken, die starke positive und negative Vorstellungen und Erinnerungen gegeneinandersetzen, kann das emotionale und teilweise tief vorbewusste Erfahrungsgedächtnis umstrukturiert werden. Hierbei ist ein Zustand entspannter Achtsamkeit wichtig.

Mittels Problemaktualisierung können negative Erfahrungen in das Arbeitsgedächtnis „geladen“ werden und sind dort plastisch. Wenn nun auch Ressourcen und positives Lösungserleben aktiviert werden, können sich die Gedächtnisinhalte neu verknüpfen und verändert abgespeichert werden.

Befindlichkeit (KE, OLE: bewusst, vorbewusst; Ausdruck: Verbal, paraverbal)

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Interventions-

ziele

Wichtige InterventionenAusgewählte Beratungsansätze mit entspr. FokusZugangsebene4-Ebenen Modell

Einsicht in Problem-zusammenhänge

Ziel- und Motivklarheit

Kognitiv-motivationaler Perspektivwechsel

Muster unterbrechen

Verstehen

Aufklärung des Klienten (Psychoedukation)

    Selbstbeobachtung

Fremdfeedback

Motivationale Klärung

psychodynamische Ansätze

Kognitive Verhaltens-therapie

Systemische TherapieReflexion (Hinweis: durch den Einbezug des Körpers werden Reflexionsprozesse tiefer)

Bewusst/
Vorbewusst
Kognitiv-sprachliche Ebene (KE)

Bewusstheit der Gefühle und Bedürfnisse ermöglichen

Emotions-aktivierung für Veränderungs-prozesse nutzen

Annahme und Integration von Selbstanteilen

Erleben

Selbstwahrnehmung der Gefühle und Bedürfnisse

Ausdruck von Gefühlen und Bedürfnissen

Korrigierende emotionale Erfahrungen in der Coaching-Beziehung

Gestalttherapie

Emotions-fokussierte Therapie

Gewaltfreie Kommunikation

Bewusst/
Vorbewusst
Obere limbische Ebene (OLE)

Verarbeitung belastender Erfahrungen

Glaubenssätze verändern und „neue Wirklichkeiten“ kreieren

Neuverknüpfungen

Kontrastierung (Parallele Verarbeitung)

Entspannte Achtsamkeit plus

Hypnotherapie

EMDR

Einige Konfrontations-techniken (Lern-theoretische VT)

Bewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Kognitiv-sprachliche Ebene (KE), 
Obere limbische Ebene (OLE),
Mittlere limbische Ebene (MLE)


Körper

Tiefgreifende Veränderungen sind nur durch Aktivierung der unbewussten mittleren und unteren limbischen Ebene möglich. Das Unbewusste drückt sich nicht sprachlich, sondern durch vegetativ-somatische Prozesse und das tatsächliche Verhalten aus. Der Körper spielt daher eine entscheidende Rolle in Veränderungsprozessen. Coaches können hier auf ein umfangreiches Methodenrepertoire der Körperpsychotherapie (siehe Geuter, 2019) zurückgreifen.

Körper (MLE, ULE: unbewusst; Ausdruck: nonverbal, paraverbal)

Interventions-

ziele

Wichtige InterventionenAusgewählte Beratungsansätze mit entspr. FokusZugangsebene4-Ebenen Modell

Exploration von Gefühlen, Bedürfnissen, Körperempf. u. Handlungs-impulsen

Regulation von emotionalen und physiologischen Zuständen

Körperwahrnehmung
UND Regulation

„Wo und wie spüren Sie das in Ihrem Körper?“

Verlangsamung

„Bleiben Sie dabei“

Focusing

Hakomi

Konzentrative Bewegungs-therapie

Funktionelle Entspannung

Biofeedback (Lernth. VT)

Bewusste Wahr-nehmung der unbewussten Körpersignale; vorbewusstObere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE), ggf. Untere limbische Ebene (ULE)

Exploration von Gefühlen, Bedürfnissen, Körperempf. u. Handlungsimpulsen

Problem- und Lösungszustände erfahrbar machen

Katharsis

Körperausdruck UND Mobilisierung verdrängter Affekte

Impulsen folgen

Aktives Erkunden von Gesten

Körperausdruck nutzen

Kleine körperliche Veränderungen

Bioenergetik

Tanztherapie

Bewusste Wahr-nehmung der unbewussten Körpersignale; vorbewusstObere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE), ggf. Untere limbische Ebene (ULE)

Spürende Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit für Emotionen verbessern

Modulation des kernaffektiven Zustands (Aktivieren vs beruhigen und begrenzen)

Wahrnehmung, Klärung und Regulation der Emotionen

Emotionsregulation

Bewegung zur Aktivierung

Grounding zur Beruhigung

„Hier und Jetzt“ zur Beruhigung

Atmung

Aus allen großen Therapierichtungen gibt es Ansätze dazuBewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE), Untere limbische Ebene (ULE)

Selbstwahrnehmung unterstützen

Erinnerungen wachrufen

Halt zur Regulation von Emotionen

BerührenBiodynamikBewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE),
Mittlere limbische Ebene (MLE),
Untere limbische Ebene (ULE)
Wiederbelebung (frühkindlicher) ObjektrepräsentanzenKörperdialog

Analytische Körperpsychotherapie

Pesso-Boyden-System-Psychomotor Therapie

Bewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE),
Untere limbische Ebene (ULE)


Verhalten

Auf der Ebene des Verhaltens geht es um das implizite, prozedurale Gedächtnis. Hier sind Fähigkeiten, Wahrnehmungs-, Denk- und Fühlgewohnheiten gespeichert. Für eine nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung ist ein geduldiges Einüben neuer Gewohnheiten unablässig. Dies geschieht in leichteren Fällen in oberen limbischen, bei schwereren Defiziten in mittleren und unteren limbischen Strukturen. Methodisch kann hier auf die klassische Verhaltenstherapie (insbesondere die operante Konditionierung) zurückgegriffen werden.

Verhalten (OLE, MLE: (vorbewusst, unbewusst; Ausdruck: nonverbal)

Interventions-

ziele

Wichtige InterventionenAusgewählte Beratungsansätze mit entspr. FokusZugangsebene4-Ebenen Modell
Zielverhalten ermöglichen

Aufbau von neuem Verhalten bzw. Kompetenzen

Shaping

Chaining

Prompting

Fading (out)

Verhaltensübungen

Rollenspiele

Lernen am Modell

Operante Verfahren (Lernth. VT)Bewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE)
Problemverhalten reduzieren
   Aufrechterhaltende Faktoren für Problemverhalten eliminierenrmöglichen

Abbau von problematischem Verhalten

Direkte Bestrafung

Indirekte Bestrafung

Operante Verfahren (Lernth. VT)Bewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE)
Hinderliche Gewohnheitsmuster ohne Funktion beseitigen

Reine Symptom- bzw. Problembeseitigung (ohne aktuelle Funktion)

„Wohltuende Bestrafung“

Ordeal-TherapieBewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE)

Vermeidungsverhalten überwinden

Neue Erfahrungen ermöglichen

Abbau von Vermeidungsverhalten und Ermöglichung neuer Erfahrungen

Aufklärung (Psychoedukation)

Realitätsüberprüfungen
    Konfrontationstechniken

Korrigierende Erfahrungen in der Coaching-Beziehung

Konfrontations-verfahren (Lernth. VT)

Operante Verfahren (Lernth. VT)

EMDR

Hypnotherapie

Emotionsfokussierte Therapie

Kognitive VT

Bewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE), ggf. Untere limbische Ebene (ULE)

Zu selten gezeigtes Verhalten erhöhen

Trigger für unerwünschtes Verhalten kontrollieren

Problemvermeidung

Veränderung der Auftrittswahrscheinlichkeit eines Verhaltens

Positive Verstärkung

Stimuluskontrolle

Operante Verfahren (Lernth. VT)Bewusst
Vorbewusst
Unbewusst
Obere limbische Ebene (OLE), Mittlere limbische Ebene (MLE)


Fazit

Literaturanalysen ergeben, dass viele Coaches vor allem auf der Ebene der psychischen Befindlichkeit (Verstehen/Erleben) arbeiten. Um die Wirksamkeit des Coachings zu erhöhen, sollte die Körper- und Verhaltensebene stärker berücksichtigt werden. Wichtig ist, das Problem des Klienten differenziert einzuschätzen und dann die passgenaue Intervention auszuwählen. Zu befürworten ist daher ein integratives Vorgehen, das alle drei Ebenen individuell bedient.

Literatur

  • Geuter, Ulfried (2019). Praxis Körperpsychotherapie. Berlin: Springer
  • Roth, Gerhard & Strüber, Nicole (2014).Wie das Gehirn die Seele macht. Stuttgart: Klett-Cotta
  • Roth, Gerhard & Ryba, Alica (2016).Coaching, Beratung und Gehirn. Neurobiologische Grundlagen wirksamer Veränderungskonzepte. Stuttgart: Klett-Cotta
  • Ryba, Alica & Roth, Gerhard (Hrsg.) (2019).Coaching und Beratung in der Praxis. Stuttgart: Klett-Cotta.