Die Bewertung von Coaching-Prozessen als ethische Herausforderung. Teil 2

Der Schlüssel für den Weg aus der Ethikfalle der Globalisierung

Die Bewertung von Coaching-Prozessen als ethische Herausforderung. Teil 2
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Nach welchen normativen Prinzipien hat Coaching zu erfolgen? Als individuelles Beratungsformat, das insbesondere im Business-Kontext bzw. im Rahmen von Leistungssteigerung zum Einsatz kommt, folgt es – so eine im vorliegenden Artikel vertretene These – einer marktwirtschaftlichen Logik: Der Optimierung der Selbstausbeutung der Klienten. Steckt Coaching damit in einer Ethikfalle, derer die Branche nur entkommen kann, wenn sie Coaching neu konzeptualisiert und als gesellschaftsdienlichen Bildungsprozess zu verstehen beginnt?

Der Frage nach einer Coaching-Ethik kommt für die Professionalisierung von Coaching eine zentrale Rolle zu. Bei der Suche nach einer Antwort auf diese ist es sinnvoll, an den in Coaching-Wissenschaft und -Praxis vorherrschenden Konsens anzuschließen, dass Coaching eine soziale Praxis ist, die sich durch den – wie auch immer ausgelegten bzw. konkretisierten – Anspruch und Selbstanspruch definiert, für den Klienten etwas Positives zu bewirken. Aber was heißt das im Einzelnen? Und welche Bedeutung hat dabei die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft?

Um diese Fragen zu beantworten und in diesem Sinne zur Professionalisierung von Coaching beizutragen, wurde in Teil 1 dieser Artikelreihe, der im Coaching-Magazin 2/2016 veröffentlicht wurde, zunächst dargestellt, worin die – nicht zuletzt auch ethische – Problematik der Bewertung von Coaching-Prozessen besteht. Anschließend wurde auf den wissenschaftlichen Diskurs über die Bewertung von Coaching-Prozessen und auf die Ethik-Codes der Coaching-Verbände eingegangen.

Nun, im zweiten Teil, wird die Ethikfalle diskutiert, in der sich Coaching im Kontext der Globalisierung befindet, um dann eine konzeptionelle Begründung von als Bildungsprozess verstandenem Coaching vorzunehmen, die beansprucht, in ihrem Kern bereits eine ethische Begründung zu sein. Was das konkret für die Praxis der Bewertung von Coaching-Prozessen bedeutet, wird abschließend im Coaching-Magazin 4/2016 ausgeführt.

Coaching als hybride Praxis

Der Gedanke, Coaching als eine hybride Praxis zu konzeptualisieren, die in einer spezifischen Weise psychologische mit ökonomischen Merkmalen verbindet, lässt sich mit Bezug auf Simons (1998) „Radikale Marktwirtschaft“ begründen und entfalten. Es handelt sich um eine Theorie, die die Konsequenzen reflektiert, die sich durch die moderne Datenverarbeitungs- und Übertragungstechnik ergeben, mit der man nun auch Leistungen des menschlichen Gehirns substituieren kann.

Um in der Wirtschaft – und im Weiteren auch in der Gesellschaft – die nicht zuletzt auch ökonomischen Möglichkeiten dieser revolutionären Innovation möglichst konsequent zu entfalten, war und ist es notwendig, das traditionelle Paradigma hierarchisch-reglementierender Top-down-Steuerung möglichst weitgehend durch eine prinzipiengeleitete Selbststeuerung zu ersetzen, und zwar nicht nur im interpersonellen, sondern auch im intrapsychischen Bereich.

Wesentliches Merkmal des neuen Steuerungsparadigmas ist deshalb die Zurückdrängung bzw. Aufweichung der traditionell taylorisch-fordistisch starr segmentierten und bürokratisch reglementierten Top-down-Steuerung durch Selbststeuerung auf der Ebene des Einzelnen wie auch auf der Ebene kleiner, mittlerer und großer Organisationseinheiten in Verbindung mit Verganzheitlichung bzw. Entgrenzung von Arbeiten und Lernen sowie Führung und Kooperation (Baecker, 2003; Baethge & Baethge-Kinsky, 2006; Baethge & Schiersmann, 1998; Luhmann, 1984).

Das wesentliche Merkmal dieses Paradigmenwechsels ist, dass einerseits von Fremdsteuerung auf Selbststeuerung umgesteuert wird, dabei andererseits das traditionelle Prinzip der Marktwirtschaft nicht aufgegeben und weiter perfektioniert wird, nämlich das Prinzip, dass alle Marktteilnehmer in wechselseitiger Konkurrenz stehen und die ihnen vorliegenden bzw. zugänglichen sachlichen und personalen Bedingungen als Mittel für das Ziel individueller Gewinnoptimierung nutzen bzw. ausbeuten.

Coaching in der moralischen Falle

Dieses Grundprinzip radikalisierte sich mit der „Erfindung“ von Coaching. Denn Coaching bot die Möglichkeit, dieses Grundprinzip auch auf den Umgang mit den eigenen personalen Bedingungen anzuwenden und damit die Selbstausbeutung zu optimieren. Wie auch das Positionspapier des Roundtables der Coachingverbände (RTC, 2015) betont, scheint es also kein Zufall zu sein, dass Coaching in den 1980er Jahren entstand, also in der Frühphase der Globalisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft, in der es galt, den Herausforderungen der Risikogesellschaft (Beck, 1986) zu begegnen (Geißler, 2006; 2008). Ein so verstandenes Coaching hat die gesellschaftliche Aufgabe, den Klienten anzuleiten,

  • seine Leistung bzw. Leistungsfähigkeit zu überprüfen und zu verbessern, und zwar durch die Verbesserung seines zweckrationalen Umgangs mit Ressourcen, d.h. Geld, Information, Material, Beziehungen zu anderen und den eigenen Fähigkeiten und Motivationen.

  • seine Sozialität bzw. seine sozialen Fähigkeiten zu überprüfen und mit Bezug auf die an ihn gestellten organisationalen Funktionalitäts- und Loyalitätsansprüche zu verbessern.

  • seine Persönlichkeit bzw. Persönlichkeitsentwicklung auf einen einerseits authentischen und andererseits funktionalen Umgang mit sich selbst auszurichten.

In dieser Weise das Grundprinzip der Marktwirtschaft auf den Umgang des Einzelnen mit sich selbst auszuweiten und entsprechend die Aufgabe von Coaching darin zu sehen, den Klienten bei der Optimierung seiner Selbstausbeutung zu unterstützen, ist für Coaching eine moralische Falle. Denn mit der gerade angesprochenen Ausweitung marktwirtschaftlicher Prinzipien wird eine – im nächsten Abschnitt noch genauer zu betrachtende – Grenze überschritten, die die Bedingungen von Humanität sichert.

Defizite im Coaching-Diskurs

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Grenzüberschreitung möglich wurde, war und ist die Tatsache, dass sie im Coaching-Diskurs nicht hinreichend reflektiert wird, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil der Coaching-Diskurs insgesamt markante Defizite der konzeptionellen Reflexion von Coaching aufweist. So ist heute immer noch unklar, was unter Coaching konzeptionell im Einzelnen zu verstehen ist.

Dieses Konzeptualisierungsdefizit scheint kein Zufall zu sein. Denn es spricht einiges dafür, dass sich in ihm die Globalisierungsdynamik spiegelt, deren wesentliches Merkmal – so Beck (1986) – darin besteht, dass sich gesellschaftliche Entwicklungen reflexhaft unreflektiert vollziehen. Zu diesem Bild passt die Tatsache, dass die Entwicklung von Coaching bisher ihre wesentlichen Impulse und Triebkräfte aus der Praxis erhielt und nur sehr viel weniger aus der Wissenschaft. Nicht trotz des Mangels an wissenschaftlicher Reflexion und Klarheit, sondern vor allem wegen dieses Mangels wurde es also möglich, dass Coaching seit der Jahrhundert- bzw. Jahrtausendwende eine kometenhafte Erfolgsgeschichte feiern konnte. Und es ist kein Zufall, dass die konzeptionellen Unsicherheiten, Unklarheiten und offenen Fragen, die Looss (1991; 13) formuliert, auch heute noch aktuell sind:

„Wer (...) wen in welcher Form berät oder trainiert, anleitet oder anfeuert und zu welchen Themen, darüber sind sich weder Anbieter noch Nutzer dieser jungen Dienstleistung besonders einig. (…) Es herrscht wenig Einigkeit darüber, wer eigentlich ein Coach ist, wer einer sein kann, sein darf oder sein soll. Es ist auch strittig, ob es sich beim Coach um eine Funktion handelt, die man etwa als Vorgesetzter zu übernehmen habe, oder gar um einen Beruf, mit dem sich im Zuge der Beratungseuphorie schnell viel Geld verdienen lässt. Es ist auch (…) unklar geblieben, ob und wie sich ein Coach im einzelnen denn nun von einem Unternehmensberater, einem Vorgesetzten, einem guten Freund, einem Sozialarbeiter, einem Managementtrainer oder einem Psychotherapeuten unterscheidet.“

Diese Unsicherheiten und Unklarheiten der Startphase von Coaching prägten seine weitere Entwicklung und erzeugten „Altlasten“, die bis heute nachwirken. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Coaching vor allem mit Bezug auf formale Kriterien (wie Freiwilligkeit der Teilnahme, Auftragsorientierung durch den Klienten, Vier-Augen-Prinzip des Coaching-Prozesses, Verschwiegenheitsverpflichtung des Coachs und relativ enge zeitliche Begrenzung) definiert wird.

In methodischer und ethischer Hinsicht hingegen besteht nur Einigkeit darüber, dass Coaching sich am Modell der Prozessberatung orientieren sollte und als Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstverantwortung durch eine verbesserte Selbstwahrnehmung und -reflexion des Klienten anzulegen ist (Rauen, 2005). Undiskutiert bleibt dabei aber, wie der Gefahr zu begegnen ist, dass diese Selbsthilfe und Selbstverantwortung dem übergeordneten Prinzip der Marktwirtschaft dient, die Selbstausbeutung des Klienten zu optimieren, um ihn so optimal in die Dynamik der Globalisierung zu integrieren.

Die Ethikfalle der Globalisierung

Dieses allem Anschein nach systematische – d.h. für die Globalisierung wichtige – Reflexionsdefizit scheint eine wichtige Bedingung für die oben angesprochene moralische Falle zu sein, in der Coaching sich befindet.

Wird dieser Zusammenhang nicht reflektiert, wird die moralische Falle darüber hinaus zu einer Ethikfalle. Sie besteht darin, die Entwicklung einer konzeptionellen Vorstellung darüber zu vernachlässigen, worin das Humanum besteht, dem Coaching zu dienen hat und das Coaching gegen grenzüberschreitende Übergriffe marktwirtschaftlicher Prinzipien zu schützen hat. Eine solche Vorstellung soll nun umrissen werden.

Coaching als pädagogische Praxis in individueller und gesellschaftlicher Verantwortlichkeit

Die Alternative zu der Möglichkeit, Coaching als eine Praxis zu denken, in der sich psychologische und ökonomische Merkmale verbinden und Coaching zum Medium einer sich den Bedingungen der Globalisierung anpassenden Selbstausbeutung des Klienten machen, ist, Coaching als (erwachsenen-)pädagogische Praxis wahrzunehmen und sie konzeptionell in Auseinandersetzung mit der Ideengeschichte dieser Praxis zu begründen (Geißler, 2015).

Prinzip des kategorischen Imperativs

Die Wurzeln dieses Diskurses liegen in der geistesgeschichtlichen Epoche der Aufklärung und der sie leitenden Frage, wie es möglich ist, eine humane Gesellschaft zu entwickeln. Diese Frage lenkte den Blick der Aufklärungsphilosophen auf die Natur des Menschen und die Erkenntnis, dass diese sozusagen aus zwei Schichten besteht, wobei die äußere Schicht sich auf die gesellschaftliche Prägung bezieht und die darunter liegende Schicht sich dadurch auszeichnet, dass die Bestimmung des Menschen nicht determiniert ist wie bei einem Tier oder einer Pflanze, sondern dass er sich in Freiheit selbst bestimmen muss (Benner, 1991). Diese Freiheitsmöglichkeit bezieht sich auf die Auseinandersetzung mit seinen gesellschaftlichen Prägungen, die auf diese Weise relativiert bzw. überwunden werden können und den Weg zu einer humanen Gesellschaft öffnen.

Voraussetzung dafür ist jedoch zweierlei, nämlich erstens, dass der Einzelne seine Freiheitsmöglichkeiten wahrnimmt, und zweitens, dass er die Freiheitsmöglichkeiten aller anderen anerkennt und sich gemeinsam mit ihnen auf den Weg zu einer humanen Gesellschaft macht. Das dabei leitende ethische Prinzip ist der von Kant formulierte kategorische Imperativ, den anderen niemals als Mittel für die Verfolgung eigener Ziele zu benutzen, sondern den anderen immer als letztlichen Zweck zu betrachten (Benner, 1991).

Dieses ethische Prinzip kann und muss heute immer noch Geltung beanspruchen. Denn so sehr die gesellschaftlichen Verhältnisse sich verändert haben, in einem wesentlichen Merkmal sind sie gleich geblieben, nämlich dass gesellschaftliche Praxis hierarchisch strukturiert ist, indem Menschen über Menschen herrschen. Ganz zweifellos zeichnet diese Erscheinung die gesamte bisherige Menschheitsgeschichte aus. Die Sondersituation der Aufklärung bestand jedoch darin, dass die Herrschaftsstrukturen und -prinzipien des Feudalismus zerbrachen und sich die Chance einer gewissermaßen heilsgeschichtlichen Wende zu einer humanen, d.h. nichthierarchischen Gesellschaft ergab, die sich an den Prinzipien von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit orientierte.

Tatsächlich jedoch wurde diese Chance verspielt und die Herrschaft des Feudalismus nur durch eine andere Herrschaft ersetzt, nämlich durch die Herrschaft der Marktwirtschaft, deren neueste Entwicklungsphase wir zurzeit mit der Globalisierung erleben. Dieser Prozess der Substitution feudaler Herrschaft durch marktwirtschaftliche Herrschaft war den Aufklärungsphilosophen bewusst. Gleichzeitig aber waren sie Zeitzeugen eines gesellschaftlichen Paradigmenwechsels und machten die Erfahrung, dass gesellschaftliche Strukturen nicht a priori festgeschrieben sind, sondern von Menschen gemacht werden und deshalb prinzipiell veränderbar sind. Deshalb setzen sie mit ihrer Argumentation genau an dieser Stelle an.

Coaching als gesellschaftsdienlicher Bildungsprozess

Die Konsequenz, die Kant, Rousseau, Herbart und Schleiermacher aus ihrer historischen Er fahrung und Reflexion gezogen haben und die auch wir mit Blick auf die Bedingungen der Globalisierung ziehen sollten, ist die Erkenntnis, dass Menschen die Freiheit besitzen, ihre Gesellschaft selbst bestimmen zu können – und zwar durch pädagogische Praxis, d.h. durch Bildungsprozesse, die sich nicht unbedingt immer spontan einstellen und deshalb systematisch angeregt und angeleitet werden müssen.

In diesem Sinne begründet sich pädagogische Praxis mit Bezug auf eine doppelte Erkenntnis, nämlich dass die grundsätzliche Möglichkeit und – deshalb – Verpflichtung besteht, unsere Gesellschaft zu humanisieren, und dass diese Verpflichtung sich letztlich immer an den Einzelnen und sein Lernen wendet, das auf die Entfaltung seiner positiven Möglichkeiten als Beispiel für die Entfaltung der positiven Entwicklungsmöglichkeiten der Gesellschaft auszurichten ist.

Diese ethische Verpflichtung kommt in dem von Herbart (1965) geprägten Begriff der Bildsamkeit zum Ausdruck. Dieser Begriff bezieht sich zum einen auf die durch pädagogische Praxis ermöglichte Entdeckung und Entfaltung der Potenziale des pädagogischen Adressaten, also zum Beispiel des Coaching-Klienten. In dieser Hinsicht besteht Übereinstimmung mit der – für die Begründung von Coaching (Stober, 2006) zentralen – Ethik der klinischen Psychologie, die auf das Kriterium der Selbstverwirklichung fokussiert.

Im Gegensatz zur Ethik der klinischen Psychologie bindet sich der Begriff der Bildsamkeit darüber hinaus aber auch an die Verpflichtung, zur Entwicklung einer Gesellschaft beizutragen, in der die Ethik des kategorischen Imperativs Wirklichkeit wird, d.h. in der sich alle Menschen in Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit begegnen. Im Anschluss an Herbarts Gedanken bezeichnet Benner (1991; 95) dieses utopische Kriterium als „Prinzip einer nicht-hierarchischen Ordnung der menschlichen Gesamtpraxis“.

Mit dieser ethischen Selbstbindung unterscheidet sich Coaching als (erwachsenen-)pädagogisches Format von einem Coaching, das sich als hybride Praxis (klinisch-)psychologischer und ökonomischer Merkmale versteht. Denn jede Unterstützung einer Selbstentfaltung des Klienten, die auf Kos ten anderer geht oder gehen könnte, wird hier als Grenzüberschreitung des Humanen und damit als ethisch bedenklich zurückgewiesen.

Eine in Verantwortung gegenüber dem Einzelnen und der Gesellschaft ausgelegte Bildsamkeit bedarf der pädagogischen Anleitung, und zwar – wie Benner (1991) sagt – dadurch, dass der pädagogische Adressat zur Selbsttätigkeit aufgefordert wird. Auch dieses konstitutive Prinzip pädagogischer Praxis korrespondiert mit der Ethik klinischer Psychologie und ihrem Subsidiaritätsprinzip, dass psychotherapeutische Settings und Interventionen so weit wie möglich Hilfe zur Selbsthilfe sein sollten.

Der damit verbundenen Gefahr einer individualistischen Verengung begegnet pädagogische Praxis jedoch mit dem – wie Benner (1991; 85) es nennt – „Prinzip der Überführung gesellschaftlicher Determination in pädagogische Determination“. Damit ist gemeint, dass das Lernen des pädagogischen Adressaten sich nicht auf die pädagogische Praxis beschränken darf, sondern dass Letzterer auch alle anderen gesellschaftlichen Praxisfelder als Lernfelder wahrnehmen muss, und zwar mit dem Ziel, zur Humanisierung der Gesellschaft, d.h. zu mehr Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit beizutragen.

Fazit

Dieser Aufriss des Humanen, dem Coaching zu dienen hat und das Coaching gegen grenzüberschreitende Übergriffe marktwirtschaftlicher Prinzipien zu verteidigen hat, soll im dritten Teil dieser Reihe (Coaching-Magazin 4/2016) mit Blick auf die in Teil 1 (2/2016) umrissenen Besonderheiten der Bewertung von Coaching-Prozessen noch detaillierter entfaltet werden.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen modifizierten Auszug folgender Primärquelle: Geißler, Harald (2016): Die Bewertung von Coaching-Prozessen als ethische Herausforderung. In Robert Wegener; Michael Loebbert & Agnès Fritze (Hrsg.). Coaching und Gesellschaft. Forschung und Praxis im Dialog. Wiesbaden: Springer. 49–74.

Literatur

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  • Baethge, Martin & Schiersmann, Christine (1998). Prozessorientierte Weiterbildung. In Arbeitsgemeinschaft Qualifikations-Entwicklungs-Management Berlin (Hrsg.). Kompetenzentwicklung `98. Münster: Waxmann. 15–87.
  • Beck, Ulrich (1986). Risikogesellschaft. Frankfurt: Suhrkamp. » Benner, Dietrich (1991). Allgemeine Pädagogik. Weinheim, München: Juventa.
  • Geißler, Harald (2015). Wer sollte denn eigentlich bei der Bewertung von Coachingprozessen das erste und wer das letzte Wort haben? In Harald Geißler & Robert Wegener (Hrsg.). Bewertung von Coachingprozessen. Wiesbaden: Springer. 29–47.
  • Geißler, Harald (2008). Coaching – ein Bildungsrisiko? In Yvonne Ehrenspeck, Gerhard de Haan & Felicitas Thiel (Hrsg.). Bildung: Angebot oder Zumutung. Wiesbaden: VS Verlag. 193–209.
  • Geißler, Harald (2006). Coaching. In Franz-Josef Kaiser & Günter Pätzold (Hrsg.). Wörterbuch Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. 207–208.
  • Herbart, Johann Friedrich (1965). Pädagogische Schriften, Bd. III. Düsseldorf, München: Küpper.
  • Looss, Wolfgang (1991). Coaching für Manager. München: Moderne Industrie.
  • Luhmann, Niklas (1984). Soziale Systeme. Frankfurt: Suhrkamp.
  • Rauen, Christopher (2005). Varianten des Coachings im Personalentwicklungsbereich. In Christopher Rauen (Hrsg.). Handbuch Coaching. Göttingen: Hogrefe. 111–136.
  • Roundtable der Coachingverbände (2015). Profession: Coach. Abgerufen am 03.03.2016: www.roundtable-coaching.eu/wp-content/uploads/2015/03/RTC-Profession-Coach-2015-03-19-Positionspapier.pdf.
  • Stober, Dianne R. (2006). Coaching from the Humanistic Perspective. In Dianne R. Stober & Anthony M. Grant (Hrsg.). Evidence Based Coaching. New Jersey: Wiley and Sons. 17–50.