In Konflikt- und Veränderungssituationen stehen Menschen oft vor der Frage, welche Art der Unterstützung sinnvoll ist. Mediation und Coaching werden dabei oft als konkurrierende Disziplinen betrachtet. In Wahrheit ergänzen sie sich jedoch: Mediation richtet den Blick auf die Interaktion zwischen mehreren Beteiligten, während Coaching stärker auf die individuelle Entwicklung eingeht. Beide Formate verbindet, dass die Anbieter die Prozessverantwortung tragen – der Mediator bzw. Coach gestaltet den Rahmen, während die Klienten für die Inhalte verantwortlich bleiben.
Die Mediation ist in Deutschland durch das Mediationsgesetz (MediationsG) klar geregelt. Darin wird die Mediation als ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren beschrieben, bei dem Parteien mit Hilfe eines Mediators eigenverantwortlich eine einvernehmliche Lösung suchen (Bundesministerium der Justiz, 2012). Bemerkenswert ist, dass die Mediation ein eigenes Gesetz besitzt – ein Vorteil, der Medianten (so werden die Klienten bzw. Teilnehmer einer Mediation bezeichnet) Klarheit und Sicherheit bietet. Zudem ist wichtig: Eine Mediation setzt nicht zwingend einen eskalierenden Konflikt voraus, aber sie erfordert mindestens zwei Medianten.
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