Wenn ich Millionär wär'

Ein Coaching-Tool von Pia Gerdes

Wenn ich Millionär wär'
© Foto: Pressmaster/Shutterstock.com

Kurzbeschreibung

Was wäre, wenn ich mein Leben gestalten könnte, frei von jeglicher finanziellen Verpflichtung? Und wo ist es vielleicht gar nicht die finanzielle Verpflichtung, die mich davon abhält, meine Träume zu leben? Gut, wenn man das Eine vom Anderen unterscheiden kann – mit dem Tool, das den Klienten darin unterstützt, frei von finanzieller Verantwortung die persönlichen Lebensziele zu identifizieren bzw. zu hinterfragen und im Anschluss die Integration in den Alltag zu überprüfen.

Anwendungsbereiche

Die Verantwortung, den Lebensunterhalt mindestens für sich, oft auch für mehrere Familienmitglieder zu bestreiten, kann das Gefühl eines „Hamsterrads“ entstehen lassen, aus dem man nur schwer wieder hinauskommt. Der erarbeitete Lebensstandard soll mindestens gehalten, oft auch gesteigert werden. Das Ziel, mehr zu erreichen, hat dann viel mit dem materiell erkennbaren „Mehr“ zu tun. Die sich daraus ergebenden Verpflichtungen lassen es manchmal nicht zu, im Blick zu behalten, was das Leben individuell lebenswert macht. Es entstehen Lebensumstände, in denen diese Rahmenbedingungen den Blick auf die Möglichkeiten verstellen, die das Leben für einen persönlich bereithält.

Das Tool „Wenn ich Millionär wär‘“ soll den Klienten darin unterstützen, frei von finanziellen Verpflichtungen auf die Lebensthemen zu schauen, die dem Klienten wichtig sind, aktuell aber keine oder nicht genug Beachtung finden. Im Anschluss werden diese Erkenntnisse auf Alltagstauglichkeit überprüft und, wo gewollt und möglich, integriert. Dieses Tool ist besonders für Klienten geeignet, die finanzielle Verantwortung als Belastung wahrnehmen. Im Coaching ist es hilfreich, das Tool anzuwenden, wenn es um konkrete Veränderungen geht. Es unterstützt mit kreativen Ideen fern des Alltags.

Effekte

Mit dem Coaching-Tool hat der Klient die Möglichkeit, befreit von finanzieller Verantwortung für sich zu klären, womit er seinen (All-)Tag und wie er sein Leben am liebsten verbringen möchte. Auch dient das Tool dazu, gedankliche Hemmnisse zu beseitigen, die eventuell hinter dem Anker „finanzielle Verpflichtungen“ liegen.

Dabei können Vorstellungen und Ziele aus der Kindheit („Früher wollte ich … werden.“) ebenso eine Rolle spielen wie soziales Engagement oder der Wunsch nach mehr „Nichtstun“. Als Effekt steht die Erkenntnis der stärkeren Selbstgestaltung in vielen Lebensbereichen, die wir uns durch gedankliche Sperren oft verwehren. Der Klient hat so die Möglichkeit, einen Zugang zu seinen innersten Bedürfnissen zu erhalten und sich selbst zu entdecken. Um möglichst frei zu überlegen, welchen Sinn man im Leben findet, kann das Tool eine (finanzielle) Begrenzung im Denken auflösen.

Ausführliche Beschreibung

Für das Tool benötigt man keine speziellen Vorkenntnisse. Wichtig ist der achtsame Blick auf den Klienten und das Beherrschen verschiedener Fragetechniken. Unbedingt empfohlen wird eine Visualisierung der Ergebnisse ab Schritt zwei, z.B. durch Karten oder auf einer Flipchart.

1. Schritt

Nachdem der Klient sein Anliegen frei beschrieben hat, ist es am Coach, zu prüfen, ob sich das vorgestellte Tool eignet. Empfohlen wird es vor allem in Situationen, in denen der Klient eine Umbruchsituation herbeiwünscht, sich aber gedanklich nicht von bestehenden Rahmenbedingungen lösen mag. Der Coach lädt den Klienten daraufhin auf ein Gedankenexperiment ein. Wichtig ist, vorher die Bereitschaft für eine Gedankenreise zu klären: „Haben Sie Lust, sich dem Thema einmal anders zu nähern?“

Wenn die Bereitschaft besteht, lädt der Coach den Klienten auf diese Gedankenreise ein. Der Klient kann während dieser die Augen schließen, um sich ganz auf den Moment zu konzentrieren. Jetzt bittet der Coach den Klienten, sich vorzustellen, er hätte im Lotto gewonnen und dabei einen Betrag erhalten, der sein finanzielles Auskommen bis zum Lebensende sichert. Daraufhin soll der Klient einen typischen Tag in seinem neuen Leben beschreiben. Die Beschreibungen sollten dabei so konkret wie möglich sein. Dies dient dazu, dass der Klient sich ganz auf das Bild einlassen kann und neben dem „Tun“ in seiner Vorstellung auch einen Zugang zu den dabei entstehenden Emotionen bekommt. Hilfreiche Fragen in dieser Phase:

  • Wie würde Ihr Alltag aussehen? Beschreiben Sie mir einen typischen Tag in Ihrem neuen Leben. Was tun Sie als erstes, wenn Sie aufgestanden sind? Wie verläuft der Vormittag? Was tun Sie am Nachmittag? Wie verläuft der Abend?
  • Mit wem verbringen Sie Ihren Tag?
  • Was ist Ihnen in Ihrem neuen Leben besonders wichtig?
  • Welche Atmosphäre / Stimmungen haben Sie wahrgenommen?
  • Woran denken Sie, wenn Sie am Abend ins Bett gehen?
  • Was tut Ihnen besonders gut?
  • Was haben Sie bewusst nicht getan?

Der Coach lädt den Klienten ein, sich ein möglichst konkretes Bild von seiner „neuen Welt“ zu machen. Je konkreter der Klient diese beschreibt, desto eher kann er auch erleben, wie sich die Situation für ihn anfühlt. Der Coach kann diese Reise durch offene Fragen und über eingeforderte Beschreibungen aktiv begleiten. Wichtig in dieser Phase ist, in dem Zukunftsbild zu bleiben und es nicht durch Vergleiche mit der aktuellen Realität zu beschränken. Einschränkungen sollten hier grundsätzlich keinen Raum haben.

2. Schritt

Im nächsten Schritt geht es darum, zu klären, welche Bilder dem Klienten besonders wichtig waren. Dazu ist es wichtig, im Modus des Erwünschten zu verweilen. Wenn der Klient die Augen geschlossen hat, kann der Coach ihn bitten, diese jetzt wieder zu öffnen. Hilfreiche Fragen in dieser Phase können sein:

  • Welche Bilder, die bei Ihnen entstanden sind, hatten besonders viel Kraft?
  • Was erschien Ihnen in diesem neuen Alltag besonders wichtig und erstrebenswert?
  • Wer hat eine wichtige Rolle gespielt?
  • Wo ist für Sie Energie entstanden? Wie hat sich das angefühlt?
  • Wo waren Sie ganz bei sich / in Ihrem Element?

Die Ergebnisse sollten wiederum schriftlich festgehalten werden. Hierfür eignen sich Karten ebenso wie eine Flipchart. Der Coach achtet darauf, dass die Begriffe, die für die Karten gewählt werden, vom Klienten kommen. So sind sie gut mit den Erinnerungen aus der Gedankenreise verknüpft.

3. Schritt

Im dritten Schritt geht es darum, mit dem Klienten zu klären, welche der Bilder für ihn so wichtig sind, dass er dafür auch ohne Lottogewinn bereit wäre, sein Leben umzustellen. Dazu kann der Coach einleitend erklären, dass der Lottogewinn im realen Leben (noch) nicht erfolgt ist. Die Erkenntnisse dieses „anderen Alltags“ können jetzt aber genutzt werden, um zu prüfen, was davon wirklich wichtig ist und unbedingt zukünftig integriert werden sollte, und zwar unabhängig vom finanziellen Aspekt. Daneben geht es auch darum, zu erkennen, welche Themen zukünftig nicht mehr wichtig genug sind und welche der Klient eventuell hinter sich lassen möchte.

Es kann hilfreich sein, zu hinterfragen, warum bestimmte Themen bisher keinen Platz im Leben des Klienten fanden. Hierbei können Muster zum Vorschein kommen, welche beruflichen oder privaten Aktivitäten im Umfeld des Klienten akzeptiert sind und welche nicht. So können bestimmte Felder, die dem Klienten sehr wichtig sind, wie z.B. künstlerisch aktiv zu werden, auch aus anderen Gründen nicht ausgelebt worden sein, z.B. weil dies im Widerspruch zu den Erwartungen der eigenen Eltern stand. Hier ist es am Coach, den Klienten sensibel auf seiner Themenreise zu begleiten und konstruktiv nachzufragen.

Auch kann der Coach in dieser Phase Beobachtungen anbieten, z.B. dann, wenn er den Klienten sehr intensiv in einem bestimmten Thema erlebt hat. Er kann dem Klienten spiegeln, welche Reaktionen er gesehen hat, was ihm aufgefallen ist. Dies ist vor allem dann relevant, wenn der Coach eine starke Reaktion wahrgenommen hat, dieses Thema sich jedoch bei den anschließenden Beschreibungen nicht wiederfindet. Der Coach sollte dabei allerdings sehr aufmerksam und achtsam mit seinen Beobachtungen umgehen, da die Gefahr besteht, in die eigene Wirklichkeitskonstruktion hineinzurutschen. Hilfreiche Fragen hierzu sind:

  • Was haben Sie in dem von Ihnen beschriebenen Alltag getan, das Ihnen besonders viel Spaß gemacht hat?
  • Was haben Sie gelassen?
  • Was fällt Ihnen auf?
  • Wie ist das, wenn Sie sich Ihre Flipchart mit den relevanten Themen anschauen? Fehlt etwas?
  • Gibt es noch Ergänzungen?
  • Stellen Sie sich vor, Sie gehen hier (aus der Coaching-Sitzung) raus und können die drei wichtigsten Themen problemlos in Ihren Alltag integrieren? Welche Themen wären das? Was wäre dann anders?
  • Was ist Ihnen am wichtigsten?
  • Wenn ich Ihren besten Freund fragen würde, welches der Themen Ihnen besonders am Herzen liegt, was würde er antworten?
  • Was lohnt sich noch zu behalten?
  • Gibt es etwas, dass Sie nicht mehr tun wollen?

Die Aufgabe des Coachs ist es hierbei, darauf zu achten, dass der Klient alle für ihn wichtigen Themen betrachten und bewerten kann. Weiterhin ist es seine Aufgabe, den Klienten bei der Sondierung der Themen gut zu begleiten.

4. Schritt

Nun geht es darum, zu klären, welche Konsequenzen die Umsetzung dieser Themen hätte und ob der Klient bereit ist, diese zu tragen. Hilfreiche Fragen könnten sein:

  • Stellen Sie sich vor, eine gute Fee kommt und genau Ihre drei wichtigsten Themen sind ab heute Teil Ihres Alltags? Wie wäre das?
  • Welche Konsequenzen hätte es, wenn Sie das Thema X leben würden? Was könnten Sie dann nicht mehr tun? Worauf müssten Sie verzichten?
  • Wie fühlt sich das an, auf Y zu verzichten? Betrifft das außer Ihnen noch jemanden?
  • Wem würde es auffallen, wenn Sie zukünftig das Thema X leben?
  • Hand aufs Herz: Warum haben Sie das Thema X bisher noch nicht in den Alltag integrieren können? Was sprach dagegen?
  • Wenn Sie Ihrem zukünftigen Leben eine Überschrift geben sollten, wie würde diese lauten?

Wichtig ist in diesem Schritt die Verknüpfung der Bilder mit den Emotionen des Klienten. Da der Klient vermutlich rational schon oft über einige Themen nachgedacht hat, hat er so einen anderen Zugang und kann intuitiver entscheiden.

5. Schritt

Im letzten Schritt geht es um die ganz konkrete Umsetzung in den Alltag. Dazu sollte sich der Klient aus den aufgeschriebenen Themen maximal drei heraussuchen, die er künftig umsetzen möchte. Es sollten nicht mehr als drei Themen sein, da es um eine realistische Umsetzung geht. Dies ist relevant, damit der Klient im Nachgang nicht frustriert ist, weil er sich zu viel auf einmal vorgenommen hat. Zirkuläre und skalierende Fragen können den Prozess unterstützen. Hilfreiche Fragen könnten sein:

  • Nach all diesen Überlegungen: Was davon, wer davon wollen Sie sein?
  • Welche sind für Sie die drei wichtigsten Themen, auf die Sie in Zukunft nicht verzichten werden?
  • Warum haben Sie sich für diese Themen entschieden?
  • Wie können Sie das möglich machen? Was braucht es dazu?
  • Wer kann Sie dabei unterstützen?
  • Wen sollten Sie in die Umsetzung einbeziehen?
  • Was ist der konkrete nächste Schritt?
  • Bis wann wollen Sie diesen gegangen sein?

Als Abschluss sollte der Coach den Klienten nach seinen wichtigsten Erkenntnissen fragen und die vereinbarten nächsten Schritte verifizieren. Hier kann der kritische Blick auf die Umsetzbarkeit hilfreich sein, um von der Euphorie des „Lotto-Millionärs“ zum Alltags-Check zu kommen.

Beispiel: Manager in der Krise

Herr K. ist Leiter des Controlling-Bereichs eines großen Mittelständlers und seit sechs Jahren in dieser Funktion. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und vor kurzem ein Haus gebaut.

Zum Coaching kommt er, weil er seine nächsten Karriereschritte planen will. Seine aktuelle Funktion füllt ihn nicht mehr aus, er sieht keine Herausforderungen mehr. Gleichzeitig schätzt er seine Arbeit, weil es eine sichere Stelle ist, die es ihm ermöglicht, seiner Familie einen gewissen Lebensstandard zu ermöglichen, den er ungern aufgeben will. Ideen für neue Tätigkeitsfelder gibt es immer wieder, sie scheitern bei der Konkretisierung aber am finanziellen Risiko für die Familie. Herr K. spricht von einem Dilemma, aus dem er nicht herauskann.

Coach und Klient führen die Übung „Wenn ich Millionär wär`“ durch. In der Gedankenreise, frei von finanziellen Verpflichtungen, sprudelt Herr K. nur so vor Ideen. Er interessiert sich privat sehr für das Thema Digitalisierung und für die Start-up-Branche und wünscht sich zudem seit Jahren, ein Musikinstrument zu erlernen. Diesen Neigungen geht er auf der Gedankenreise nach. Er sieht sich als Gründer eines Unternehmens, das Apps für Spezialanwendungen entwickelt.

Bei der Konkretisierung im Anschluss zeigt sich, dass Herrn K. die Kreativität, die er in diesem Arbeiten sieht, in seiner aktuellen Tätigkeit komplett fehlt. Bei der gedanklichen Ausgestaltung entwickelt Herr K. neue Ideen. Er möchte in seinem Unternehmen die App-Entwicklung vorantreiben und einen Teil seiner Arbeitszeit darauf verwenden. Eine andere Idee ist, im Gründerzentrum seiner Stadt nach Gleichgesinnten zu suchen und die Idee nebenberuflich auszuprobieren. Auch konkretisiert er den Wunsch, ein Instrument zu erlernen. In seiner Jugend hat er sich immer als Gitarrist gesehen. Diese Vorstellung findet auch in der Gedankenreise einen Platz. Er entwickelt ein Bild, in dem er und sein Sohn gemeinsam Gitarrenunterricht nehmen.

Herr K. ist sehr begeistert von seinen Ideen. Im Anschluss überprüft er, angeleitet durch Fragen des Coachs, kritisch diese Ideen, z.B. im Hinblick auf die zeitliche Umsetzbarkeit. Auch hier erarbeitet er verschiedene Ansätze. Dabei stellt sich heraus, dass Herr K. seine aktuelle Stelle auch deshalb nicht aufgeben will, weil ihm die Wertschätzung im Team und im Unternehmen sehr wichtig ist und er sich dort grundsätzlich sehr wohl fühlt. Auch passt eine radikale Veränderung vom Angestellten zum Gründer nicht zu seinen Werten. Vor allem sein Sicherheitsbedürfnis steht diesem Schritt entgegen.

Diese Erkenntnis bringt ihn stärker in die Selbststeuerung. Seine Arbeit ist ihm wichtig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie er seine Kreativität ausleben kann, ohne seine Verpflichtungen als Miternährer der Familie zu vernachlässigen.

In der nächsten Coaching-Sitzung hat Herr K. schon einige Schritte gemacht. Der Unternehmensleitung hat er die Idee mit der App-Entwicklung vorgestellt und sowohl ein zeitliches als auch ein finanzielles Budget platzieren können. Parallel hat er Kontakt zum Gründerzentrum aufgenommen und ist im Gespräch mit potenziellen Programmierern. Er verfolgt nun zwei Optionen:

  • im Rahmen seiner Tätigkeit als Angestellter als Projektleiter das Produkt entwickeln oder
  • bei einer geringen Reduzierung der Arbeitszeit das Projekt nebenberuflich auf die Beine zu stellen.

Auch hat er in der Familie seine beruflichen Ideen und den Wunsch, Gitarre zu lernen, besprochen. Zwar findet er in seinem Sohn keinen Mitstreiter im Erlernen eines Instruments. Doch die Unterstützung bei der Umsetzung seiner Ideen hat er sich gesichert.

Das Bild, mit einem Anteil seiner Arbeitszeit neue Wege zu gehen und gleichzeitig die bisherige Rolle nicht aufgeben zu müssen, passt gut in sein Wertesystem. Er kann sich ausprobieren mit einem geringen finanziellen Risiko. Auch ohne die Lotto-Millionen kann er seinen Traum in die Wirklichkeit umsetzen.

Voraussetzungen

Der Coach sollte sich mit dem Tool auseinandergesetzt haben und verschiedene Fragetechniken beherrschen, mit denen er den Prozess gut begleiten kann. Eine aufmerksame Beobachtungsgabe ist für den Prozess sehr hilfreich und unterstützt den Klienten.

Persönlicher Hinweis

Wichtig ist bei diesem Tool die professionelle Begleitung zur Umsetzung in den Alltag. Beim Schritt vom „Millionär“ zurück zur aktuellen Lebenssituation sollte nicht die finanzielle Veränderung im Mittelpunkt stehen, sondern die Inhalte des angestrebten Lebens, die der Klient beschrieben hat.

Auch wenn sich vermutlich nicht alles parallel verwirklichen lässt, ist es wichtig, den Klienten in seinen wichtigsten Themen zu bestärken. Ein bis drei Ziele aus dieser Gedankenreise in den künftigen Alltag umzusetzen, könnte ein angestrebtes Ziel sein. In einer nachfolgenden Sitzung können Coach und Klient bei Bedarf auf die Umsetzbarkeit im Alltag schauen.

Technische Hinweise

Die Durchführung des Tools nimmt ca. 120 Minuten in Anspruch. Hilfreich ist die Nutzung einer Flipchart und / oder das Beschreiben von Karten. Hier kann der Klient im Anschluss an die Gedankenreise seine wichtigsten Ziele aufschreiben und mitnehmen. Ebenfalls wichtig ist eine Atmosphäre, in der sich der Klient ganz auf die Gedankenreise einlassen kann. Ein ruhiger Raum ist wichtig. Diese Reise sollte nicht im Büro des Klienten stattfinden, da dies zu nah am aktuellen Arbeitsalltag und die Gefahr von Unterbrechungen zu hoch ist.

Literatur

Radatz, Sonja (2013). Beratung ohne Ratschlag. Wien: Verlag systemisches Management.

Fischer-Epe, Maren (2011). Coaching: Miteinander Ziele erreichen. Reinbek: Rowohlt.

Clark, Tim; Osterwalder, Alexander & Pigneur, Yves (2012). Business Model You. Frankfurt am Main: Campus.

Weitere Coaching-Tools finden Sie auf www.coaching-tools.de. Hier stehen Ihnen zahlreiche Tools zum freien Download zur Verfügung.