Prof. Dr. Jürgen Kriz erhält Bundesverdienstkreuz

Zur Ehrung seines Lebenswerks wurde der Psychologe Prof. Dr. Jürgen Kriz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Prof. Dr. Jürgen Kriz ist mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seinen Einsatz für die Förderung und die wissenschaftliche Anerkennung der Humanistischen Psychotherapie in Deutschland sowie die konsequente Umsetzung humanistischer Werte ausgezeichnet worden. Die Ordensverleihung fand am 29. September im Osnabrücker Rathaus statt.

Prof. Dr. Jürgen Kriz erhält Bundesverdienstkreuz

Foto: © Stadt Osnabrück | Swaantje Hehmann
Prof. Dr. Kriz zusammen mit seiner Frau Gisela und dem Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei der Ordensverleihung im Osnabrücker Rathaus.


Prof. Dr. Jürgen Kriz, der 1944 in Ehrhorn geboren wurde, war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2010 Professor für Psychotherapie und Klinische Psychologie an der Universität Osnabrück. Daneben hatte er Gastprofessuren in Wien, Zürich, Berlin, Moskau, Riga und den USA inne. In der Pressemitteilung der Universität Osnabrück wird Kriz als „international geschätzter Lehrender, Forscher und Gutachter“ geehrt, der als „einer der führenden psychotherapeutischen Experten“ gelte. Neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler habe er sich über viele Jahre für die Umsetzung der Wissenschaft im sozialen Bereich engagiert und u.a. die Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Patientenschulungsprogrammen in Kooperation mit dem Christlichen Kinderhospital Osnabrück maßgeblich vorangetrieben, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem habe er sich für eine familienzentrierte psychologische Begleitbetreuung von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen eingesetzt.

Kriz verfasste über 20 Bücher und mehr als 300 Fachbeiträge und widmete sich dabei auch dem Bereich des Coachings. 2016 erschien „Systemtheorie für Coaches“ (Springer). 2017 veröffentlichte Kriz das Werk „Subjekt und Lebenswelt. Personzentrierte Systemtheorie für Psychotherapie, Beratung und Coaching“ (Vandenhoeck & Ruprecht). Das Buch sei ein „Meilenstein“ und ein „Lesemuss für alle Coaches, die sich systemisch nennen, sowie für solche, die es werden wollen“, befand Thomas Webers in einer Rezension für das Coaching-Magazin. (ap)

Informationen: www.uni-osnabrueck.de

Lesen Sie kostenfrei im Coaching-Magazin: „Personzentrierte Systemtheorie und ihre praktische Bedeutung im Coaching“ von Prof. Dr. Jürgen Kriz.