So vielfältig Coaching-Prozesse sein mögen, haben sie in der Regel eines gemeinsam, das sich wie ein roter Faden durch den Prozess zieht: das Ziel. Dieses wird am Anfang festgelegt, fungiert – ggf. mit Anpassungen – als Orientierungsmarker im gesamten Verlauf und wenn es am Ende erreicht wird, gilt das Coaching als gelungen. Doch was, wenn die Zielerreichung nicht die gewünschte Wirkung hat? Welches Phänomen steckt dahinter, wenn jemand alles erreicht, was er sich vornimmt, und dennoch unzufrieden ist?
Das Konzept von der hedonistischen Tretmühle (auch: hedonistische Adaptation, hedonistischer Relativismus; engl.: hedonic treadmill) besagt, dass Menschen über ihr gesamtes Leben hinweg ein relativ stabiles Level an Glücksempfinden aufrechterhalten (Brickman & Campbell, 1971). Als wichtigste Studie zu diesem Konzept gilt diejenige von Brickman et al. (1978), die das subjektive Glückserleben von Lotteriegewinnern sowie Personen, die nach Unfällen gelähmt sind, erhebt und miteinander abgleicht. Die daraus resultierenden Studienergebnisse stützen die These, dass weder positive noch negative Ereignisse – zumindest über längere Zeit betrachtet – am Glückslevel etwas verändern.
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