Der Blick nach innen bildet das Zentrum der allermeisten Coaching-Formate. Seine Sinnhaftigkeit ist nicht zu bestreiten: Wer bin ich? Was macht mich aus? Was sind meine Werte? Was meine Ziele? Wo liegen meine Stärken? Wo meine Schwächen? Wie fühle und verhalte ich mich? Wer ein selbstbestimmtes Leben führen will, muss sich derartigen Fragen stellen.
Doch die Forschung verweist auf die Schattenseiten von Reflexionspraktiken. So gibt es einer Metastudie (He & Gan, 2025) zufolge keine signifikante Beziehung zwischen Selbstreflexion und positiven Effekten auf die mentale Gesundheit oder auf das subjektive Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit sowie das Selbstwertgefühl. Stattdessen wird ein signifikanter Zusammenhang zwischen Selbstreflexion und negativen Indikatoren der mentalen Gesundheit, einschließlich Depression und Angstzuständen, festgestellt.
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