Coach-Monat August 2016

Mit dem Coach-Monat August möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Artikel vorstellen, die den im Rahmen aktueller Debatten zum Thema Führungskultur häufig geforderten Einsatz von Coaching-Techniken als Führungsinstrument implizit oder explizit aufgreifen.

„Nicht jeder hat das Zeug zum Coachen“

Führungskräfte sollen ihre Mitarbeiter zum Ausschöpfen eigener Potenziale und zur Übernahme von mehr Eigenverantwortung befähigen, der Vorgesetzte solle hierbei im Stil eines Coachs agieren, wird aktuell nicht selten gefordert. „Das stimmt auch, doch das Konzept hat viele Tücken, denn nicht jeder hat das Zeug zum Coachen, und auch nicht jeder Mitarbeiter will sich von seiner Führungskraft coachen lassen“, gibt Coach Tobias Illig zu bedenken. Was Führungskräfte aus Sicht Illigs mitbringen sollten, um einen coachenden Führungsstil praktizieren zu können, und welche Voraussetzungen die Beziehung zwischen Vorgesetztem und Mitarbeitern zwingend erfüllen sollte, erfahren Interessierte in seiner business-wissen.de-Kolumne. [zum Artikel]


Selbstorganisation ist gewünscht

Dafür, dass ein coachender Führungsstil sowohl von Vorgesetzten als auch von Mitarbeitern durchaus mehrheitlich erwünscht sein könnte, bietet eine Umfrage, die von der Haufe Akademie und der Wirtschaftshochschule ESCP durchgeführt wurde, zumindest Anhaltspunkte. So gaben die befragten Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter mit großer Mehrheit an, sich ein „selbstorganisierendes Unternehmen“ und mehr Gestalter unter den Angestellten zu wünschen, die nicht lediglich Anordnungen umsetzen. Dies äußere sich beispielsweise darin, dass die Befragten zu mehr Eigeninitiative angehalten werden möchten, wie „Wirtschaftspsychologie aktuell“ schreibt. [zum Artikel]


Führung sollte sich am Individuum orientieren

Um die sogenannten Generationen X, Y und Z oder andere Mitarbeitergruppen ranken sich zahlreiche Mythen und gruppenbezogene Verallgemeinerungen, deren Berücksichtigung im Führungsalltag wenig zielführend sei, wie Ivonne Magin von der Unternehmensberatung Korn Ferry Hay Group in einem Gastbeitrag für den Human Ressources Manager zu verstehen gibt. Studienergebnisse ihres Unternehmens würden belegen, „dass letztendlich die Führungskraft erfolgreich ist, die sich individuell auf den einzelnen Mitarbeiter und seine (emotionalen) Bedürfnisse mit ihrem Führungsverhalten einstellen kann.“ Ein mögliches Argument dafür, dass Führungskräfte über Coaching-Know-how verfügen sollten? [zum Artikel]


ICF befragte Führungskräfte

Das Thema Coaching als Führungsinstrument ist vor dem Hintergrund dynamischer Märkte und komplexer werdender Anforderungen im Arbeitsalltag hoch aktuell. Dies zeigt nicht zuletzt der Umstand, dass die International Coach Federation (ICF) im Rahmen ihrer aktuellen, global angelegten Coaching-Studie neben Coaches erstmals auch Führungskräfte befragte, die Coaching-Elemente in ihren Führungsalltag integrieren. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Befragten mit Blick auf externe Coaches mehrheitlich eine Zertifizierung durch einen oder mehrere Coaching-Verbände erwarten. Auch eine verbindliche Regulierung der Profession wird im globalen Schnitt überwiegend befürwortet. [zum Coaching-Report-Artikel / zur ICF-Meldung] (de)