Coach-Monat April 2017

Im Coach-Monat April liefern wir Ihnen eine Auswahl an Artikeln, die aktuelle Fragen rund um die Themen Coaching und moderne Führung behandeln: Welche Rolle spielt Agilität in der Unternehmenspraxis? Wie bahnt sich ein Coaching in Organisationen an und was ist bei der Kontraktgestaltung zu beachten? Wie verändert sich das Coaching – und damit die an Coaches gestellten Anforderungen – vor dem Hintergrund technologischer Entwicklungen? Was ist hierbei aus ethischer Sicht zu berücksichtigen?

Agilität in der Unternehmenspraxis

Welche Rolle spielt der mittlerweile geflügelte Begriff der Agilität in der Praxis der Unternehmen und wie wird er hier definiert? Welche Vorteile versprechen sich Unternehmen von agilen Konzepten? Das Institut für Personalforschung (IfP) der Hochschule Pforzheim suchte Antworten auf Fragen wie diese und führte in 15 Unternehmen insgesamt 45 leitfadengestützte Interviews mit Geschäftsführern sowie Mitarbeitern der HR- und Fachabteilungen. Im Ergebnis arbeiteten die Forscher u.a. vier Aspekte heraus, die das Begriffsverständnis von Agilität in der Praxis der Unternehmen ausmachen: Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit, Kundenzentriertheit und Haltung. [zum „Haufe online“-Artikel]

Coaching in Organisationen: solide Auftragsklärung notwendig

Wie bahnt sich ein Coaching an und wie verläuft es? Welche Coaching-Anlässe gibt es? Wie sieht die Absprache mit der HR-Abteilung oder dem Vorgesetzten eines Klienten aus? Im Interview mit „Leadership Insiders“ spricht Coach Monika Dahmen-Breiner über ihre Coaching-Arbeit in Organisationen. Eine Erkenntnis: Nicht selten stehe hinter Forderungen der HR-Abteilungen die „Vorstellung der Unternehmen vom optimalen Menschen“, erklärt die Psychologin und stellt klar: „Hier geht es im Rahmen von solider Auftragsklärung darum, zu identifizieren, was an Veränderung möglich und wirklich sinnvoll ist.“ [zum Artikel]

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Artikel „Dreiecksgespräche – Unternehmenseinfluss im Coaching“, erschienen im Coaching-Magazin 1/2016.

Coaching in der Industrie 4.0

In der April-Ausgabe des RAUEN Coaching-Newsletters beschreibt Christopher Rauen, „Wie die Industrie 4.0 Coaching und Weiterbildung verändern wird“. „Die Menschheit“, so Rauen, „steht an der Schwelle zur vierten technologischen Revolution, die die Vernetzung, Komplexität und Geschwindigkeit aller Arbeits- und Lebensprozesse enorm steigern wird.“ Welche Auswirkungen hat dies auf die Entwicklung des Coachings? Einerseits könne Coaching bei der Bewältigung der anstehenden Umwälzungen hilfreich sein, erklärt der Business-Coach. Andererseits hätten die Veränderungen aber auch direkte und indirekte Auswirkungen auf das Coaching selbst – und ebenso auf die Anforderungen, die an Coaches gestellt werden. [zum Artikel / im Coaching-Board diskutieren]

Virtuelles Coaching und Ethik

Absehbar scheint, dass der Einsatz virtueller Medien im Coaching im Zuge der Digitalisierung zunehmen und Coaches vor veränderte Anforderungen stellen wird. Ein Aspekt, der hierbei nicht vernachlässigt werden darf, ist das Einhalten gängiger Ethikstandards. „Wir glauben, dass ethische Standards grundsätzlich für alle Formate im Coaching anwendbar und notwendig sind“, so Dr. Michael Fritsch, Coach und Mitglied der Ethikkommission der International Coach Federation Deutschland e.V. (ICF-D), in einem aktuellen Beitrag. Allerdings, so Fritsch, seien im virtuellen Coaching „ein paar Besonderheiten“ zu berücksichtigen. [zum Artikel] (de)