Coach-Monat April 2016

Im Coach-Monat April möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter aktueller Artikel rund um das Thema Coaching nahebringen. Themen: Die Loyalität des Coachs, Kompetenzüberschreitungen, besondere Zielgruppen, Honorare.

Loyalität im Coaching
Was ist Loyalität im Coaching? Wem hat die Loyalität des Coachs in erster Linie zu gelten – dem Klienten oder dem Auftrag gebenden Unternehmen? Gibt es womöglich weitere Loyalitäten, denen sich ein Coach verpflichtet fühlen sollte? In einem knappen Abriss stellt Coach Dr. Rolf Meier die aus seiner Sicht wichtigsten Punkte zusammen. Sein Fazit: „Loyalität ist auch im Coaching eine Frage der Ethik und Moral.“ [zum Bilanz.de-Artikel]

Psychotherapiebedarf: Überschreiten Coaches ihre Kompetenzen?
Potenzielle Coaching-Fälle von Fällen abzugrenzen, in denen ein Psychotherapiebedarf zu vermuten ist, gilt als eine der wichtigsten Fähigkeiten von Coaches. Thomas Webers, Coach und Lehrbeauftragter an der Hochschule Fresenius in Köln, unterstreicht dies gegenüber adhibeo, dem Wissenschaftsblog der Hochschule: „Dass ein Coach mit einem Klienten arbeitet, der an einer Depression leidet, sollte unbedingt vermieden werden. Das kann für beide Seiten sehr gefährlich werden.“ Der Artikel nimmt Bezug auf Studienergebnisse, die im Rahmen einer von Webers betreuten Abschlussarbeit erzielt wurden. Demnach darf vermutet werden, dass bei weitem nicht alle Coaches dazu in der Lage sind, die notwendige Abgrenzung sicher vorzunehmen. Die Studienergebnisse wurden in der Rubrik Wissenschaft des Coaching-Magazins 1/2016 veröffentlicht. [zum adhibeo-Artikel / zum Coaching-Magazin 1/2016 (PDF, kostenloser Download)]

Coaching in der Kanzlei: „Juristen ticken anders“
Coaching hat sich insbesondere als individuelles Begleitungs- bzw. Beratungsformat für Führungskräfte höherer Managementebenen etabliert. Zunehmend findet jedoch eine (gefühlte) Diversifizierung der adressierten Zielgruppen statt. Die Arbeit mit einer Klientel mit „vielen Besonderheiten“ beschreibt Coach Falk Schornstheimer im Interview mit dem Magazin Karriereführer: Coaching für Juristen. „Man könnte jetzt denken, dass ein guter Coach mit Management-Erfahrung sein Know-how auch auf Juristen in einer Kanzlei übertragen kann. Das ist zu einem gewissen Teil sicher auch möglich“, so Schornstheimer. Aber: „Wer sich als Coach jedoch nie mit der Partnerschaftsstruktur einer Sozietät beschäftigt hat, wird Schwierigkeiten bekommen.“ Dies beginne bereits bei der Akquise. Wer als Coach auf einen Juristen trifft, müsse diesen „viel mehr als einen Manager“ vom Mehrwert des Coachings überzeugen. Zugleich werde Coaching für die Kanzleien aufgrund steigender Anforderungen an die eigene Reflexionsleistung aber immer wichtiger. [zum Artikel]

Ausdifferenzierung der Coaching-Honorare
Wie entwickeln sich die Honorarsätze im deutschen Coaching-Markt? Unter anderem dieser Frage ging Jürgen Graf, langjähriger Beobachter des Weiterbildungsmarktes, mit seiner Honorar- und Gehaltsstudie „Weiterbildungsszene Deutschland 2016“ nach. Festgestellt wurde eine zunehmende Ausdifferenzierung des Marktes. So bestehen zum Teil starke Honorargefälle – insbesondere im Vergleich unterschiedlicher Anbieter (z.B. institutionelle, freiberufliche, nebenberufliche Anbieter). Ein Ausdruck voranschreitender Professionalisierung? [zum Coaching-Report-Artikel] (de)