Ein Pinguin ist ganz besonders anmutig, wenn er mit Leichtigkeit durch das Wasser gleitet. Das Wasser ist sein Element, hier findet er Nahrung, hier wird er eins mit seiner Umgebung. Nun stelle man sich einen Pinguin vor, der in der Wüste lebt – wie lange würde er brauchen, um sich fortzubewegen? Wie ungelenk erschienen seine Bewegungen? Die Metapher von Dr. Eckart von Hirschhausen macht deutlich: Es liegt nicht am Pinguin (Mangelsdorf, 2020). Er gehört eben nicht in die Wüste. Ab und an fühlen sich auch viele unserer Artgenossen wie ein Pinguin in der Wüste.
Hier setzt Positives Coaching an. Es möchte Klienten helfen, ihr Element zu finden und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Denn manchmal passt das Leben, das man sich geschaffen hat, in mehr oder weniger großen Teilen nicht zu der Person, die man eigentlich ist. (ebd.) Judith Mangelsdorf, Professorin für Positive Psychologie und Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP), definiert Positives Coaching als „ein wissenschaftsbasiertes, klientenzentriertes und stärkenfokussiertes Verfahren, welches Theorien und Methoden der Positiven Psychologie zur Anwendung bringt und zum Ziel hat, persönliches Wachstum zu befördern über den Prozess der Problemlösung hinaus“ (ebd., S. 5). Demnach besteht der Ansatz nicht ausschließlich darin, das Anliegen des Klienten erfolgreich zu bearbeiten, sondern auch darin, die persönliche Weiterentwicklung der Person zu unterstützen (Stracke & Sailer, 2023).
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