Führung

Shakespeare und Leadership

Was Shakespeare über Führung aufzeigt

Was kann moderne Führung von Shakespeare lernen? Seine Dramen liefern keine Managementrezepte, aber eindringliche und psychologisch tiefgreifende Fallstudien über Macht, Legitimität, Kommunikation und Verantwortung – es sind Bühnen menschlicher Abgründe und Möglichkeiten: Lear scheitert an Eitelkeit und fehlendem Feedback; Macbeth an entgrenztem Ehrgeiz; Othello an Misstrauen; Heinrich V. dagegen zeigt, wie Sinnstiftung und Verantwortung Gemeinschaft stärken können. So werden Shakespeares Figuren zu Reflexionsimpulsen für Coaching und Führungskräfteentwicklung.

14 Min.

Erschienen im Coaching-Magazin in der Ausgabe 3 | 2026 am 08.09.2026

Das Bild zeigt den Kopf von Shakespeare.

Prolog: Der interdisziplinäre Forschungsgegenstand

Eine Organisation steht vor einer existenziellen Herausforderung. Die Ressourcen sind knapp, die Erfolgsaussichten gering, die Moral wackelt. Eine hochgestellte Führungskraft macht aus ‚ich‘ und ‚ihr‘ ein ‚wir‘. Das ist William Shakespeares Historiendrama „Heinrich V.“.

Szenenwechsel: Zwei Reden, zwei unterschiedliche Führungsstile. Die eine Führungskraft appelliert an Vernunft, die andere verändert bewusst den Rahmen und gewinnt so die Zustimmung der Menge. Das ist Brutus gegen Antonius aus „Julius Caesar“.

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Literatur

Shakespeare, W. (2010). Sämtliche Werke. Zweisprachige Ausgabe. Leipzig: Zweitausendeins.

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