Führung

Die Abwertungsmatrix in der Coaching-Praxis

Wenn das Offensichtliche übersehen wird

Wenn Klientinnen und Klienten in schwierigen Situationen Mustern folgen, die – von außen betrachtet – offensichtlich wenig hilfreich sind, sollten Coaches den Fehler einer Bewertung vermeiden. Stattdessen gilt es, das Gegenüber dabei zu unterstützen, blinde Flecken im eigenen Verhalten zu erkennen und neue Möglichkeitsräume zu entdecken. Hierbei kann die Abwertungsmatrix aus der Transaktionsanalyse hilfreich sein. Wie ihr Einsatz im Coaching aussieht, illustriert der folgende Praxisbeitrag.

19 Min.

Erschienen im Coaching-Magazin in der Ausgabe 1 | 2026 am 18.02.2026

Man sieht das Gesicht eines Mannes, dessen Augen mit einer schwarzen Binde bedeckt sind.

„Ich habe wirklich alles versucht!“ Herr M. lehnt sich in seinem Stuhl zurück. Sein Blick wirkt hart, die Stirn ist in Falten gelegt. Er verschränkt die Arme vor der Brust. Seine Stimme klingt müde und gereizt. „Und meine Leute? Keine Veränderung. Null Motivation. Ich bin mit meinem Latein am Ende.“

Es scheint nicht nur die fehlende Motivation seiner Mitarbeitenden zu sein, die Herrn M. schmerzt, sondern das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Die Überzeugung, dass all seine Erfahrung, sein Wissen, seine Führungsinstrumente ins Leere laufen. Dass er nicht mehr wirkt. Das sind die ersten Hypothesen des Coachs.

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Literatur

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