Überlastung ist ein zentrales Thema in vielen Coaching-Prozessen. Sie zeigt sich jedoch nur selten als klar abgegrenztes Einzelproblem. Stattdessen beschreiben Klientinnen und Klienten ein diffuses Erleben des Zuviels: eine Vielzahl gleichzeitiger Aufgaben, Erwartungen, offener Fragen und Entscheidungen. Trotz hoher Aktivität entsteht das Gefühl, kaum noch wirksam handeln zu können. Entscheidungsfähigkeit nimmt ab, Prioritäten verschwimmen und selbst überschaubare Schritte werden als unverhältnismäßig anstrengend erlebt.
Charakteristisch für diese Situationen ist weniger die Intensität einer einzelnen Belastung als vielmehr deren Gleichzeitigkeit. Mehrere Anforderungen wirken parallel, konkurrieren um Aufmerksamkeit und binden emotionale sowie kognitive Ressourcen. In der Folge verlieren Klientinnen und Klienten häufig den Überblick darüber, was sie tatsächlich belastet und wo Handlungsspielräume bestehen. Überlastung wird dabei nicht selten als persönliches Scheitern interpretiert, obwohl sie strukturell bedingt ist.
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