Methoden

Introvision als Coaching-Methode

Hintergründe und Wirkungsweisen von Introvision-Coaching

Angst ist kein guter Berater – so ein geläufiges Sprichwort. Denn Angst verstellt den Blick auf die eigenen Ressourcen und Potenziale und kann zu Handlungsunfähigkeit führen. Im Introvision-Coaching lernen Klienten, mit inneren Stressoren umzugehen und diese zu löschen. Dafür ist es wichtig, zu verstehen, was innere Alarme triggert und welche Mechanismen sich dabei im Gehirn abspielen. Der Beitrag blickt auf die Wirkungsweisen und Hintergründe von Introvision-Coaching.

16 Min.

Erschienen im Coaching-Newsletter in Ausgabe 01 | 2025

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und verdeckt gestresst ihr Gesicht mit ihren Händen.

Viele Fragestellungen und Anliegen, mit denen man im Coaching zu tun hat, können durch Reflexion mit den Klienten gelöst werden. Auch Problematiken, die dadurch entstanden sind, dass es den Klienten schlicht an guten Reaktionsmöglichkeiten und einem angemessenen Verhaltensrepertoire gemangelt hat, lassen sich auflösen, indem man z.B. durch Rollenspiele neue Verhaltensweisen aufbaut. Diese Coaching-Konzepte und -Methoden sind jedoch nicht immer zielführend und ausreichend, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen.

Insbesondere beim Stressphänomen, aber auch bei inneren Blockaden oder Ängsten – wie etwa in Vortrags- oder Präsentationssituationen –, kann der Einsatz von Introvision im Coaching sinnvoll sein. Selbst dann, wenn sich schon ein Burn-out anbahnen sollte, kann Klienten mit Introvision präventiv geholfen werden. Dabei ist es nicht erforderlich, tief in die Lebensgeschichte des Klienten einzudringen und vergangene Erlebnisse oder Erfahrungen zu bearbeiten. Introvision ist eine Methode, um im Coaching Schwierigkeiten zu bewältigen, die keinen „Krankheitswert“ besitzen, sodass eine Psychotherapie angeraten ist, die jedoch eindeutig auf einer persönlichen, sprich emotionalen, Ebene liegen.

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Literatur

Bierbrauer, A. et al. (2021). The memory trace of a stressful Episode. Current Biology, 23, S. 5204–5213.

Burkeman, O. (2023). Das Glück ist mit den Realisten. München: Piper.

Dehner, A. (2023). Der Umgang mit inneren Alarmen. Über die Wirkungsweise von Introvision-Coaching. Coaching-Magazin, 1, S. 36–40.

Dehner, A. (2022). Introvision-Coaching. Stress-Resilienz erhöhen. RAUEN Coaching-Newsletter, Oktober.

Dehner, U. & R. (2016). Introvisioncoaching. Bonn: ManagerSeminare.

Eßing, G. (2015). Praxis der Neuropsychotherapie. Berlin: dpv.

Introvision Association (2022). Introvision-Coaching. Abgerufen am 28.11.2024: www.introvision-association.com

Iwers-Stelljes, T. (2008). Gelassen und handlungsfähig. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

LeDoux, J. (2001). Das Netz der Gefühle. München: dtv.

Roth, G. & Ryba, A. (2016). Coaching, Beratung und Gehirn. Stuttgart: Klett-Cotta.

Wagner, A. (2021). Gelassenheit durch Auflösung innerer Konflikte. Stuttgart: Kohlhammer.

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