Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung, dass man in der Lage ist, Herausforderungen zu bewältigen und selbst gesteckte Ziele zu erreichen, ist eine zentrale Kompetenz, die nicht nur im persönlichen Leben, sondern auch im beruflichen Kontext von unschätzbarem Wert ist. In einer Welt, die von ständigem Wandel und steigenden Anforderungen geprägt ist, gewinnt die Fähigkeit, selbstwirksam zu agieren, immer mehr an Bedeutung. Coaches erleben immer wieder, dass Menschen ihr vorhandenes Potenzial nicht erkennen und sich dadurch Chancen entgehen lassen. Die Folge: Frustration nimmt zu und auch auf der körperlichen Ebene können sich Symptome zeigen. Zahlreiche Studien belegen, dass eine optimistische Kompetenz- bzw. Selbstwirksamkeitserwartung die Voraussetzung dafür darstellt, sowohl kleinere Alltagsprobleme als auch die Krisen des Lebens gut zu meistern und Ziele mit Ausdauer zu verfolgen (Egger, 2015). Menschen, die sich als selbstwirksam erleben, sind weniger anfällig für Angststörungen sowie Depressionen (Ruholl, 2007) und verzeichnen insgesamt mehr Erfolge im Berufsleben (Egger, 2015). Für Coaches stellt sich dabei die entscheidende Frage: Wie können sie Klientinnen und Klienten dazu befähigen, ihr Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten?
Das Konzept der Selbstwirksamkeit geht zurück auf den kanadischen Psychologen Albert Bandura (1977). Er definierte Selbstwirksamkeit als das persönliche Zutrauen einer Person in die eigenen Möglichkeiten und Kompetenzen. Im Rahmen der Entwicklung von Selbstwirksamkeit benannte Bandura (ebd.) vier Faktoren, die von Bedeutung sind:
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