Das Wesen von Konflikten beschreibt Luhmann (1984) als „parasitär“, d.h., Konflikte greifen um sich, infizieren die Alltagskommunikation und vergiften das soziale Miteinander. Diese Sicht auf Konflikte beschreibt sie als destruktiv, invasiv und wenig hilfreich. Demgegenüber sucht Eidenschink (2023) wegen der Unvermeidbarkeit von Konflikten nach ihrem konstruktiven Potenzial, ihrer Nützlichkeit und Wegen zum Umgang mit Konfliktdynamiken.
Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2024 (Rauen et al., 2024) unterstreicht die Bedeutung von Konflikten als Thema im Coaching: Die Befragten benennen das Konfliktmanagement als zweitwichtigstes Thema im Coaching nach der Reflexion und Weiterentwicklung der Führungsrolle. Die Relevanz und die Vielgestalt von Konflikten waren für den Fachausschuss Coaching in öffentlichen und sozialen Unternehmen im DBVC (Fachausschuss ÖSU) Inspiration dazu, ein Dialogcamp anzubieten. Ziel des Formats ist es, Coaches, Organisationsvertreterinnen und -vertreter sowie interessierte Praktikerinnen und Praktiker in den fachlichen Austausch zu bringen: über Entwicklungen in ihren Arbeitsfeldern, spezifische Herausforderungen und deren Bewältigung sowie die Erwartungen und Wünsche bezüglich Coaching-Angeboten.
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