Methoden

Coaching mit dem ABC-Modell

Wie es gelingt, Bewertungen, Zustände und Haltungen erfolgreich zu verändern

Die meisten Klienten haben eine Vorstellung davon, was sie für sich ändern wollen. Oft können sie auch eigene Ziele formulieren und berufliche Schlüsselsituationen benennen, in denen sie nicht weiterkommen. Das ist ein idealer Einstieg für den Einsatz des auf der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie aufbauenden ABC-Modells. Hier wird deutlich, wie Auslösesituationen zu unbewussten Bewertungen führen, die wiederum meist unerwünschte Verhaltensweisen bedingen. Allerdings kann man im Coaching diese Bewertungen analysieren und daraus förderliche Neubewertungen schaffen, die das Verhalten und den Umgang mit Auslösesituationen verändern.

14 Min.

Erschienen im Coaching-Newsletter in Ausgabe 12 | 2025

Eine Frau sitzt am Tisch vor einem Laptop und schlägt voller Wucht mit einer Faust durch den Bildschirm. Dabei schreit sie.

Alle kennen das: Mitten im Alltagsgeschäft beobachtet man etwas, das irritiert. Oder es rauscht eine Nachricht hinein, die beunruhigt. In einer Besprechung oder in einem Gespräch hat das Gegenüber gerade etwas gesagt oder getan und sofort macht sich ein Störgefühl im Bauch bemerkbar. Auch der Körper reagiert alarmiert. Plötzlich und ganz automatisch entstehen Gedankenspiralen: „Was soll das?“, „Wo führt das bloß hin?“, „Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen?“, „Was macht er/sie da gerade wieder?“, „Das geht so nicht weiter“.

Auf einen Blick

Symbol einer Lupe
  • Reize führen oft zu unbewussten emotionalen und körperlichen Reaktionen, die nicht immer erwünscht sind.
  • Das ABC-Modell beschreibt das System aus Reiz (A), dessen Bewertung (B) und daraus folgender Konsequenzen (C) – wodurch Veränderungen erkennbar werden.
  • Bewertungen können im Coaching bewusst gemacht und gezielt hinterfragt werden, was zu einer förderlichen Neubewertung des auslösenden Reizes und zur Verhaltensänderung beiträgt.

Viele kennen wohl auch dieses Gefühl: Eine Sache ist gelaufen, aber sie hätte besser laufen müssen, woraufhin Gedanken aufkommen wie „Hätte ich doch bloß …“, „Warum habe ich nur …?“, „Ich ärgere mich über meine eigene Hilflosigkeit und Befangenheit“. Hier wendet man sich jetzt auch noch gegen sich selbst. Gedankenspiralen entstehen, die das Problem weiter verstärken. Am Ende stecken Betroffene in einer Art „Problemhypnose“ im eigenen Denken fest, keine Lösung ist in Sicht.

CM+ Artikel

Weiterlesen mit dem Digital-Abonnement

  • Zugriff auf alle Inhalte des Coaching-Magazins
  • Exklusive Artikel, Praxisberichte & Tools
  • PDF-Download aller Ausgaben

Unser Anspruch – Ihre Unterstützung: Erfahren Sie mehr über die Philosophie des Coaching-Magazins.

Literatur

Ellis, A.; Schwartz, D. & Jacobi, P. (2004). Coach Dich. Rationales Effektivitäts-Training zur Überwindung emotionaler Blockaden. Würzburg: Hemmer/ Wüst Verlag.

King, A.; Plateau, C.; Turner, M.; Young, P. & Barker, B. (2024). A systematic review of the nature and efficacy of Rational Emotive Behaviour Therapy Interventions. PLOS ONE,. Abgerufen am 24.11.2025: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0306835

Dieser Artikel gefällt Ihnen?

Dann unterstützen Sie unsere redaktionelle Arbeit durch den Abschluss eines Abonnements und ermöglichen Sie es uns, auch in Zukunft fundiert über das Thema Coaching informieren zu können.

Das könnte Sie auch interessieren:

Coaching-Newsletter erhalten

Der Coaching-Newsletter ist kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden. Bitte tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Sie erhalten dann eine Aktivierungs-E-Mail. Erst nach dem Anklicken des Links erhalten Sie den Newsletter. Sollte die E-Mail nicht eingehen, überprüfen Sie bitte Ihren SPAM-Ordner.

Nach oben