Kongress „Coaching meets Research“ virtuell durchgeführt

Im November fand der 6. Internationale Coachingkongress „Coaching meets Research“ statt. Die Veranstaltung wurde – unter gemeinsamem Dach der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) – erstmals virtuell durchgeführt.

Bereits im Juni 2020 wollten FHNW und ZHAW den 6. Internationalen Coachingkongress „Coaching meets Research“ stattfinden lassen – und zwar in physischer Präsenz, wie es die Teilnehmenden bis dato gewohnt waren. Pandemiebedingt wurde die Veranstaltung letztlich am 18. und 19. November 2021 in virtueller Form realisiert. Einschließlich der Referentinnen und Referenten nahmen knapp 200 Personen teil, wie Dr. Robert Wegener, Kongressorganisator und Co-Leiter der Coaching-Studies an der FHNW, mitteilt. Mit Blick auf die virtuelle Durchführung zieht Wegener ein positives Fazit, betont, dass das das Gefühl einer „echten Konferenz“ entstanden sei und wagt einen vorsichtigen Ausblick: „Alles in allem ein toller Startschuss in eine vielleicht etwas neue Coaching-Konferenz-Ära.“

Politische Haltung gefordert

Das diesjährige Motto des Kongresses, der 2010 von der FHNW ins Leben gerufen wurde, lautete „Coaching Essentials 1980–2050“. Bewährte, aktuelle und zukünftige Strömungen, Standards und Entwicklungen von Coaching-Theorie und -Praxis wurden in den Blick genommen. Die dabei mitschwingende Frage: Was ist, was bleibt und was wird bzw. sollte die Zukunft im Coaching bringen? Coaches, so fasst Wegener eine wesentliche Erkenntnis zusammen, haben sich „vermehrt den komplexen gesellschaftlichen Themen zuzuwenden.“ Zu nennen seien z.B. Umweltthemen, der Umgang mit Komplexität und die digitale Transformation. Es gelte demnach, zunehmend „eine politische Haltung in der Arbeit als Coach einzunehmen und damit die Gestaltung gesellschaftlicher Fragestellungen mitanzupacken“.

Animationsfilm über die Entstehung des Coachings präsentiert

Im Rahmen des Kongresses stellte Werner Herren, Gründer des Kurszentrums Aarau, einen Animationsfilm vor. Der anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Ausbildungsinstituts mit Fokus auf Coaching und Kurzzeitberatung produzierte Film befasst sich über eine Länge von mehr als 30 Minuten hinweg mit der Entstehung des Coachings. Unterstützung bei der Realisierung des Werks erhielt Herren von den Filmemachern Nicolas D’Aujourd’hui und Tina Hofmann. Der Film ist auf der Homepage des Kurszentrums frei abrufbar. (de)

Weitere Informationen:

www.coaching-meets-research.ch