Organisationen stehen heute vor permanentem Wandel. Digitalisierung, Klimakrise, globale politische Spannungen und Fachkräftemangel erzeugen Dynamiken, die klassische Veränderungslogiken an ihre Grenzen bringen. Rund 70 Prozent aller Change-Projekte scheitern – meist nicht an fehlendem Fachwissen, sondern an der menschlich-kulturellen Dimension (Ewenstein et al., 2015).
Mitarbeitende werden geschult, informiert, reorganisiert – und doch bleibt vieles oberflächlich. Warum? Weil Veränderung nicht allein aus Prozessen besteht. Nachhaltig akzeptiert wird Wandel nur, wenn er sich kohärent anfühlt: im Einklang mit Werten, Identität und gemeinsamem Verständnis. Kohärenz – verstanden als innere Stimmigkeit und Verbundenheit – ist dabei ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor. Fehlt sie, entstehen Widerstand, Misstrauen und Orientierungsverlust. Wo Wandel hingegen als kohärent erlebt wird, wachsen Vertrauen, Selbstwirksamkeit und psychologische Sicherheit – wechselseitige Bedingungen für gelingende Transformation.
Weiterlesen mit dem Digital-Abonnement
Unser Anspruch – Ihre Unterstützung: Erfahren Sie mehr über die Philosophie des Coaching-Magazins.