Es ist früher Vormittag. Der Kalender zeigt drei Coaching-Slots, zwei davon mit Führungskräften aus einem Tech-Konzern, die alle gerade „AI-Ready“ gemacht werden sollen. Zwischen zwei Zoom-Terminen scrollt Erik – systemischer Coach, Mitte 50 – durch LinkedIn. Ein Beitrag sticht ihm ins Auge: „KI-Coaching-Plattform sichert sich Millionen-Investment: Skalierbare Führungskräfteentwicklung auf Knopfdruck“. Er merkt, wie sich seine Magengegend zusammenzieht. Wieder so ein Artikel. Wieder so ein leiser Stich.
Erik ist keiner von denen, die Technologie ablehnen. Im Gegenteil: In seinen Coachings spricht er regelmäßig darüber, wie wichtig es ist, offen für digitale Entwicklungen zu sein. Doch er weiß: Er selbst nutzt Künstliche Intelligenz (KI) nur rudimentär. Ein paar E-Mail-Formulierungen hier, eine Reflexionsfrage von ChatGPT dort. Strukturiert? Integriert? Nein.
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