Beruf Coach

KI im Coaching-Prozess

Chancen und Herausforderungen für die Zukunft des Business-Coachings

Über die Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) im Coaching sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken wurde bereits viel geschrieben – oft aus theoretischer Perspektive. Die hier vorgestellte qualitative Studie befasst sich mit der Frage, wie die bisherige praktische Arbeit mit KI-Anwendungen tatsächlich aussieht. Die Ergebnisse bestätigen die häufig beschriebene Funktion der KI als „Sparringspartner“. Zugleich offenbaren sie aufseiten der Coaches die Notwendigkeit, neue Kompetenzen und einen strukturierten sowie reflektierten Umgang mit KI zu entwickeln. Ein Überblick.

13 Min.

Erschienen im Coaching-Magazin in der Ausgabe 2 | 2026 am 12.05.2026

Aus einem Laptopbildschirm ragt eine Roboterhand, deren Zeigefinger den Zeigefinger einer menschlichen Hand berührt.

Es ist früher Vormittag. Der Kalender zeigt drei Coaching-Slots, zwei davon mit Führungskräften aus einem Tech-Konzern, die alle gerade „AI-Ready“ gemacht werden sollen. Zwischen zwei Zoom-Terminen scrollt Erik – systemischer Coach, Mitte 50 – durch LinkedIn. Ein Beitrag sticht ihm ins Auge: „KI-Coaching-Plattform sichert sich Millionen-Investment: Skalierbare Führungskräfteentwicklung auf Knopfdruck“. Er merkt, wie sich seine Magengegend zusammenzieht. Wieder so ein Artikel. Wieder so ein leiser Stich.

Auf einen Blick

Symbol einer Lupe
  • Im Coaching fungieren Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) nicht als Ersatz zwischenmenschlicher Beziehungen, sondern als ergänzendes Werkzeug.
  • Coaches, die mit KI arbeiten, sehen Vorteile u.a. in der Steigerung von Effizienz und in einer Erweiterung ihres Methodenspektrums.
  • Coaches sollten insbesondere dazu in der Lage sein, den eigenen Umgang mit KI kritisch zu reflektieren sowie zwischen hilfreichen Impulsen der KI und algorithmischen Verzerrungen zu differenzieren.

Erik ist keiner von denen, die Technologie ablehnen. Im Gegenteil: In seinen Coachings spricht er regelmäßig darüber, wie wichtig es ist, offen für digitale Entwicklungen zu sein. Doch er weiß: Er selbst nutzt Künstliche Intelligenz (KI) nur rudimentär. Ein paar E-Mail-Formulierungen hier, eine Reflexionsfrage von ChatGPT dort. Strukturiert? Integriert? Nein.

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Literatur

Starke, L. (2025). Künstliche Intelligenz im Business Coaching. Unveröffentlicht.

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