Manager sehen Burn-out-Gefahr

Jeder zweite Manager befürchtet, im Laufe der Karriere auszubrennen. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Demnach seien insbesondere Frauen in Führungspositionen der Gefahr des Burn-outs ausgesetzt. Die Studienverantwortlichen führen unter anderem Coaching als präventive Gegenmaßnahme an.

In ihrer aktuellen Umfrage „Deutschland, deine Manager“ kommt die Baumann Unternehmensberatung zu dem Ergebnis, dass jeder zweite Manager die Gefahr sieht, einen völligen Erschöpfungszustand zu erleiden. 23 Prozent der befragten Managerinnen gaben zudem an, bereits tatsächlich ausgebrannt gewesen zu sein. Frauen sind damit gemäß der Umfrage fast doppelt so häufig betroffen wie Männer (12 Prozent).

Mangel an Strategien zur Stressbewältigung
Die Studienverantwortlichen sehen steigenden Stress als Grund für die Umfrageergebnisse – verursacht durch zunehmend komplexe Herausforderungen, Unsicherheit, eine hohe zeitliche Arbeitsbelastung und starken Erfolgsdruck. Auch fehle es vielen Entscheidern an geeigneten Strategien zur Stressbewältigung, so Dr. Michael Faller (Baumann Unternehmensberatung), der anmahnt: „Einem Burn-out aufgrund beruflicher Belastungen wirken vor allem ausreichende Erholung und erfüllende Erlebnisse mit der Familie und Freunden entgegen.“

Coaching kann präventiv wirken
Betroffenen rät Faller, die Arbeitslast konsequent zu reduzieren und die Möglichkeit, professionelle Hilfe heranzuziehen, zu prüfen. So ließe sich etwa durch Coaching das eigene Delegierverhalten oder die mentale Stressverarbeitung verbessern.

Befragt wurden insgesamt 300 Führungskräfte aus überwiegend mittelständischen Unternehmen verschiedener Branchen. Männer und Frauen wurden nach Angaben der Studienverantwortlichen zu gleichen Anteilen repräsentiert. (de)

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