Leistungssteigerung durch moderate Provokationen

Nach Erkenntnissen der Ashridge Business School erhöhen moderate Provokationen von Körper und Geist die Leistungsfähigkeit von Führungskräften.

Werden Körper und Geist durch moderate Provokationen stimuliert, so hilft dies Führungskräften, Höchstleistungen zu erzielen. So lautet das Ergebnis der aktuellen lernphysiologischen Studie „Experimental learning as preparation for leadership“, welche von der Ashridge Business School (Berkhamsted, UK) in Kooperation mit der University of Reading (UK) durchgeführt wurde. Die Bewältigung entsprechender Stresssituationen müsse jedoch geübt werden, da diese auch zu Überforderung führen könnten, resümiert Lee Waller, Direktorin des Ashridge Forschungszentrums für Führungskräfteentwicklung: „Je häufiger Führungskräfte in einem sicheren Umfeld den Umgang mit Stress üben können, desto souveräner wenden sie später das Gelernte im Berufsleben an.“ Fortbildungen für Führungskräfte müssten daher Herausforderungen darstellen, auf emotionaler Ebene wirken und die Teilnehmer in geschütztem Raum gezielt mit realitätsnahen Problemsituationen konfrontieren.

Zusammenhang zwischen erhöhter Herzfrequenz und Leistungssteigerung
Im Rahmen der Initialstudie (August 2010) wurden Herzfrequenz und Hirnaktivität aller 28 Teilnehmer (Alter: 28-55 Jahre) eines zweitägigen Seminars über dessen gesamte Länge hinweg überwacht. Untersucht wurde die Leistungsfähigkeit der Seminarteilnehmer in Stresssituationen, die in Form der Simulation typischer Beispiele aus dem Führungskräftealltag herbeigeführt wurden. Zudem wurden Interviews, Umfragen, psychometrische Tests und eine Nachverfolgung durchgeführt. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem durch Stresssituationen verursachten Anstieg der Herzfrequenz und einer Steigerung der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer konnte gemäß den Studienergebnissen nachgewiesen werden. (de)

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