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Zuviel Arbeit führt vermehrt zu Depressionen

27.01.2012

Studie: Gründe noch nicht hinreichend untersucht.

Wer viele Überstunden sammelt, wird öfter depressiv. Dies ist das Ergebnis einer Studie einer Forschergruppe rund um Mariane Virtanen vom Finnischen Institut für Gesundheit am Arbeitsplatz in Zusammenarbeit mit der Queen Mary Universität London. Grundlage der Studie waren die Daten der umfangreichen Whitehall-II-Studie an Beamten aus dem britischen öffentlichen Dienst.

Wer mehr als elf Stunden am Tag arbeitet, hatte in der Studie mit 2.143 Teilnehmern mehr als doppelt so oft eine schwere depressive Episode. Für die Teilnehmer, welche neun bis zehn Stunden am Tag arbeiteten, war die Wahrscheinlichkeit hingegen nur um 30 Prozent erhöht gegenüber regulären Arbeitszeiten von sieben bis acht Stunden.

Gleichermaßen wurden ein niedriger sozialer Status, junges Alter, das Geschlecht, chronische Erkrankungen und moderater Alkoholkonsum mit einem erhöhten Auftreten von schweren Depressionen assoziiert.

Der Grund für das erhöhte Auftreten von Depressionen bei Personen mit langen Arbeitstagen konnte nicht hinreichend geklärt werden. Als mögliche Ursachen wurden vermehrt auftretende familiäre Konflikte, die Unfähigkeit zu entspannen oder auch langfristig erhöhte Spiegel von Stresshormonen genannt. (ft)

Weitere Informationen:
www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0030719

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