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Übernimmt das iPhone die Coaching-Arbeit?

12.02.2012

Coach und ICF-CH-Chef Thomas Freitag über Ziele, Gewohnheiten und Rituale.

„Heute bin ich in 30 Minuten dort, wo ich früher erst nach 90 Minuten war“, meint Thomas Freitag, Präsident der Schweizer Sektion der International Coach Federation (ICF), im Interview mit Mathias Morgenthaler für „Der Bund“. Und es sei teuer, ein ganzes Team in eine Weiterbildung zu schicken, und der Transfer in den Alltag sei schwierig zu realisieren. „Deswegen höre ich aus verschiedenen Personalabteilungen, dass sie Budgets umschichten: Weg von immer gleichen Seminaren hin zu individuellen Coachings.“

Oft gehe es darum, dass der Kunde den Lösungsansatz im Prinzip kenne, er aber sein Verhalten nicht ändern könne. Da helfe, gezielt Gewohnheiten zu entwickeln. Denn gute Absichten alleine reichen nicht aus, um neues Verhalten im Gehirn zu verankern. „Regelmäßigkeit hingegen lässt neuronale Netzwerke entstehen, die mein Verhalten automatisieren.“ Thomas Freitag erläutert, dass er persönlich die iPhone-App „Habits“ benutzt, seinen Klienten aber auch eine ganze Reihe anderer Hilfestellungen anbietet. „Meine Erfahrung ist: Wir brauchen Rituale, um uns immer wieder auf eine beabsichtigte Veränderung einzustimmen“, so Freitag. (tw)

Weitere Informationen:
www.blog.derbund.ch/berufung/index.php/889/wir-brauchen-rituale-um-uns-auf-veranderungen-einzustimmen/

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