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Abschied vom Paradigma des „Menschen als bloßem Humankapital“

23.03.2012

DGSv legt Ergebnisse einer Studie vor: Organisationskultur verändern.

Die Deutsche Gesellschaft für Supervision (DGSv) förderte im zweiten Teil der Forschungsreihe „Arbeit und Leben in Organisationen“ ein gemeinsames Forschungsprojekt des Sigmund-Freud-Instituts Frankfurt/Main und der TU Chemnitz. Befragt wurden knapp 900 Experten zu ihrer professionellen Einschätzung der akuten Belastungssituation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Das Ergebnis: Die aktuell vorherrschende Organisationskultur trage in erheblicher Weise zu den Erschöpfungszuständen der Mitarbeitenden bei.

Für die Debatte um „Burnout“ liefere die Studie – die dem Stand der Forschung in den Arbeitswissenschaften anscheinend keinen neuen Erkenntnisgewinn hinzufügt – nach Meinung der DGSv einen wichtigen Beitrag. Sie zeige eindeutig, dass dem Problem nicht allein auf der individuellen Ebene begegnet werden könne, vielmehr müsse auch in Organisationen und Unternehmen ein Umdenken stattfinden. Hier könne verantwortliche Beratung ihren Beitrag leisten: Sie müsse gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitenden helfen, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die die stabilisierenden Faktoren stärke und Abschied nehme vom Paradigma des Menschen als bloßem Humankapital. „Als Berufsverband der Supervisorinnen und Supervision werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass auch gesamtgesellschaftlich ein Klima entstehen kann, in dem der Mensch wieder im Mittelpunkt der Arbeit steht. Denn letztlich gilt für alle: Nur ein gesundes Unternehmen sichert auch langfristig seinen wirtschaftlichen Erfolg“, so die Vorsitzende der DGSv, Professorin Dr. Brigitte Geißler-Piltz. (tw)

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