DGSF goes Coaching

05.01.2011

Ein weiterer Verband stellt Ansprüche in den Coaching-Claims.

Die DGSF hat ihren Namen verändert und heißt jetzt „Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie“. Das bewährte Kürzel DGSF behält der Verband bei. Mit der Ergänzung des bisherigen Namens um den Begriff „Beratung“ will die DGSF die zahlreichen „nicht-therapeutischen“ Berufsfelder, in denen „systemisch“ gearbeitet wird, auch im Namen darstellen – wie unter anderem Coaching.

Die DGSF ist ein berufsübergreifender Fachverband mit mehr als 3.500 Mitgliedern. Der überwiegende Teil der Mitglieder arbeitet auch „beratend“: in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Behindertenarbeit oder Suchthilfe, in unterschiedlichsten Feldern der Sozialarbeit, als Supervisor oder Coach. Sie wurde vor zehn Jahren als Zusammenschluss von zwei Vorgängerverbänden – Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie (DAF) und Dachverband für Familientherapie und systemisches Arbeiten (DFS) gegründet.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 wächst die DGSF kontinuierlich. Vor allem Psychologen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter oder Pädagogen sind Mitglied des gemeinnützigen Vereins. Angehörige weiterer psychosozialer Berufsgruppen, Ärzte, Lehrer, Theologen, Wissenschaftler oder mehr im „Profit-Bereich“ beheimatete Coachs sind ebenso in der DGSF organisiert wie auch rund 150 institutionelle Mitglieder organisiert, darunter zahlreiche Institute mit systemischen Weiterbildungsangeboten.

Die Systemische Therapie wurde im Dezember 2008 vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP), der auf der Grundlage des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) seit 1998 gutachterlich tätig ist, als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren eingestuft. Kürzlich haben die Psychotherapeutenkammern Rheinland-Pfalz und Hessen beschlossen, systemische Therapie in ihre Weiterbildungsordnungen aufzunehmen. Das bedeutet, dass approbierte Psychotherapeuten nach erfolgreichem Abschluss einer entsprechenden Weiterbildung einen Zusatztitel „Systemische Therapie“ führen dürfen.

Nicht nur auf der Mitgliederversammlung, sondern auch auf der 10. wissenschaftlichen Jahrestagung der DGSF Mitte September 2010 in Heidelberg war das Thema Neupositionierung als Verband dezidiertes Thema: So ging es im Workshop mit Dr. Astrid Schreyögg, Rüdiger Beinroth und Michael Stanislawski um das Thema „Systemische Supervision und Systemisches Coaching – Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten“. (tw)

Weitere Informationen:
www.dgsf.org

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