„Methodenvariationen“

04.09.2010

Zwischen Tool-Klempnerei und Praxeologie: Die Zeitschrift OSC mit einem aktuellen Themenheft.

Supervision und Coaching seien nicht in einer Aneinanderreihung einzelner methodischer Maßnahmen zu verstehen. Methoden seien niemals voraussetzungslos, sondern jeweils in eine bündige Praxeologie einzubinden, resümiert Herausgeberin Astrid Schreyögg. Die Zeitschrift Organisationsberatung - Supervision - Coaching (OSC) wartet im Heft 3/10 mit Methodenvariationen auf.

„Menschen sind unverbesserliche und geschickte Geschichtenerzähler“ – und sie haben die Angewohnheit, zu den Geschichten zu werden, die sie erzählen, zitieren Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer in ihrem hervorragenden Büchlein „Systemische Interventionen“ Jay Efran & Co. Daniel Duss geht im OSC-Heft auf das „story telling“ als Interventionsstrategie im Coaching ein.

Andreas Thomas zeigt, welche Wirkung die heute in vielen Firmen genutzte Feedback-Methode 360-Grad-Feedback auch im geschützten Rahmen von Coaching-Einzelsitzungen haben kann. Im Gegensatz zur traditionellen Anwendung gibt sich aber hier der Klient selbst Feedback, allerdings in den imaginierten Rollen seiner Interaktionspartner. Klaus Schenk berichtet vom Spiel mit Metaphern. Denn: Metaphern bauen Brücken zwischen sprachlichem Ausdruck und bildhafter Vorstellung.

Ein explizites diagnostisches Instrument ist für Johannes Willms die Basis für methodisches Handeln im Coaching. Sein Modell der „Führungsholarchie“ zielt baut auf neueren Erkenntnissen über Persönlichkeitsentwicklung im Erwachsenenalter, demnach verschiedene Entwicklungsstufen unterschieden werden müssen auf, und zielt auf die Entwicklung von Führungskräften und Teams.

Nicole Hüttner beschreibt Besonderheiten der Personalentwicklungsmaßnahme in einer internationalen Wirtschaftskanzlei. Irmengard Funken zeigt, dass Hemmungen und Ängste, sich und die eigene Arbeit zu präsentieren, im Einzel-Coaching durch erlebnis- und handlungsorientierte Arbeitsformen wie das „Innere Team“ von Schulz von Thun oder Imaginationsformen nach Moreno gut zu bearbeiten sind.

Ferdinand Buer befasst sich schließlich mit der Frage, inwieweit Supervision als „Ermächtigungstechnologie in Organisationskulturen“ zu begreifen ist. (tw)

Weitere Informationen:
www.osc-digital.de

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