Coaching-Forschung

Kongress „Coaching meets Research“ Anfang Juni in der Schweiz.

Der seit Jahren anhaltende Coaching-Boom wird von einer Schattenseite kontrastiert: In der Öffentlichkeit werden Stimmen laut, die den Begriff Coaching nicht mehr hören wollen, da sich dahinter alles und nichts verbergen kann. Manchmal auch Scharlatanerie. „Jede Profession muss sich Fragen über Wirkungszusammenhänge, Wirkungsgrenzen, Erfolgsbedingungen und Nebenwirkungen stellen. Coaching beschäftigt sich mit Problemen von Menschen in komplexen Situationen und hat anspruchsvollen ethischen aber auch inhaltlichen Herausforderungen zu genügen. Deshalb soll und darf Coaching-Forschung nicht als Nebenprodukt betrachtet werden. Wer sich als Coach nicht für die neuesten Forschungsergebnisse und deren praktischen Nutzen für die Praxis interessiert, wird über kurz oder lang im Coaching-Markt nicht bestehen“. Dies meint Robert Wegener, Leiter des 1. Internationalen Coaching-Forschungskongresses, der vom 9. bis 10. Juni 2010 in Olten (Nordwestschweiz) am Institut Beratung, Coaching und Sozialmanagement (ICSO) der Hochschule für Soziale Arbeit (FHNW) statt findet.

Das zentrale Anliegen des Kongresses ist der Dialog zwischen Praxis und Forschung: Praktizierende Coachs, HR-Fachleute, Ausbildende, Trainer/innen wie auch Fach- sowie Berufsverbände diskutieren mit Forschenden aktuelle Ergebnisse und ihre Konsequenzen. Die Hochschule für Soziale Arbeit versteht sich dabei als eine Dialogplattform. Ihr Anliegen ist, die Praxis für den Nutzen von Forschungserkenntnissen zu sensibilisieren sowie der Praxis die Möglichkeit zu bieten, ihre Forschungsfragen einzubringen. Forschende sollen andererseits Gelegenheit haben, vom Wissen erfahrener Coachs zu profitieren, um so gemeinsam die Coaching-Forschung gewinnbringend weiterzuentwickeln. Dazu soll im Rahmen eines speziell konzipierten Kongress-Think-Tanks Raum geschaffen werden.

Der Kongress bietet zudem

  • sechs hochkarätig besetzte Keynotes zum Stand und Nutzen der Coaching-Forschung
  • 20 anwendungsorientierte Referate und Workshops zu aktuellen Forschungsprojekten und deren direkten Nutzen
  • die Möglichkeit zur Erweiterung des persönlichen Netzwerks mit Coachs, Personalverantwortlichen, Coaching-Verbänden und Forschenden sowie
  • ein Social Event im Stadttheater Olten.

Unter den hochkarätigen Expertinnen und Experten, die sich schon angekündigt haben, gehören unter anderen Prof. Dr. Siegfried. Greif (D), Dr. Beate Fietze (D), Dr. Bob Garvey (UK), Dr. Marius Neukom/Dr. Bernd Grimmer (CH), Prof. Hansjörg Künzli (CH), David B. Drake (AUS), Frank Bresser (D). (tw)

Weitere Informationen:
www.coaching-meets-research.ch