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Identitätsmanagement als Herausforderung

28.07.2008

Wer bin ich? Wer könnte ich sein? Solche Fragen waren noch nie leicht zu beantworten. Doch fällt die Antwort heutzutage immer schwerer. Der diesjährige „Trendtag“ sieht Identitätsmanagement als Kernaufgabe für das multiple Individuum des 21. Jahrhunderts.

Auf dem Podium des diesjährigen „Trendtags“ fanden sich bekannten Trend-Gurus ein, die teilweise auch von in den vergangenen Jahren anwesend waren: Sie sollten erklären, was sich derzeit in der Multioptionsgesellschaft entwickelt und wie man damit umgehen kann. Das Fazit: Offenbar sind wir auf dem Weg zum fluiden Ich. Der Einzelne erlebt sich nicht mehr als geschlossene Persönlichkeit, auch nicht als plurales Muster aus patchworkartigen Identitätsbausteinen, sondern als fluides Ego, resümiert das Online-Magazin ChangeX.de den Kongress. Hier die Trends in Kürze:

  • Workaholics: Früher war Selbstverwirklichung angesagt, so Norbert Bolz, Medienphilosoph und Professor an der Technischen Universität Berlin, doch das Thema blieb auf der Strecke – ging im Alltag unter. Der moderne Mensch macht aus diesem Missgeschick eine Tugend. Wenn ich bin, was ich tue, müssen das möglichst viele mitbekommen und würdigen. Anerkennung ist die neue Währung.
  • Kreative Standorte: Noch nie war der Ort, an dem wir leben, so wichtig wie heute, meint Richard Florida, Professor an der Universität Toronto. In 40 Megaregionen organisiert sich die kreative Ökonomie, die sich aus brodelnden sozialen Beziehungsgeflechten speist.
  • Selbstdesign: Der unternehmerische Imperativ durchsetzt immer mehr die Gestaltung des eigenen Lebens. Selbstoptimierung ist angesagt. Trendbüroleiter Peter Wippermann gibt die Parole „Healthstyle ersetzt Lifestyle" aus.
  • Sozialer Kontext: „Status wird mehrdimensional und kontextabhängig“, sagt David Bosshart, der CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts aus Zürich.
  • Auktionskultur: Temporärer Besitz gilt als sozial akzeptiert. Das eröffnet den Menschen neue Wege zu einem besseren Lebensstil und mehr Ansehen, sagt Daniel Nissanoff, Autor des Buches FutureShop.

(tw)
Weitere Informationen:
http://changex.de/d_a03006.html

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