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Geschlechterstereotype Erwartungen an Führungskräfte

02.08.2008

Studie: Männliche Führungskräfte haben es bei der Bekanntgabe negativer Entscheidungen leichter als weibliche.

Weibliche Führungskräfte arbeiten häufig im Zwiespalt: Von ihnen wird eine maskulin geprägte Dominanz erwartet - und gleichzeitig eine feminine Freundlichkeit. Für Männer in Leitungspositionen ist die Situation einfacher: Status- und Geschlechtsrolle stimmen miteinander überein.

Die Wissenschaftler Prof. Dr. Ursula Athenstaedt und Prof. Dr. Gerold Mikula (Graz) verglichen in einer Studie Frauen und Männer, die unerfreuliche Entscheidungen fällen und den Betroffenen mitteilen mussten. In einer Vignettenstudie beurteilten Eltern (n = 160) eine von einer Schulleiterin bzw. einem Schulleiter mit variierter Sensibilität bekannt gegebene Entscheidung.

Das Ergebnis wurde nun in der Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" veröffentlicht: Verhielten sich weibliche Chefs dabei relativ sachlich und ohne erkennbare Empathie, wurde die Entscheidung tendenziell als unfair und die Führungskraft aversiv empfunden. Bei männlichen Chefs hingegen wurde das gleiche Verhalten als annähernd adäquat akzeptiert. Das heißt: Der Rollenkonflikt erschwert der weiblichen Führungskraft, in kritischen Situationen akzeptiert zu werden. (tw)

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