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Gemeinsame Coaching-Professionswerte in Großbritannien

14.04.2008

Roundtable der britischen Coaching-Verbände: Das „Statement of Shared Professional Values“ soll Klienten einen klaren Bezugsrahmen liefern.

Coaching-Nachfrager im Vereinigten Königreich (UK) können jetzt von Anbietern klare ethische und Qualitätsstandards erwarten. Denn die wichtigsten britischen Coaching-Verbände haben sich auf gemeinsame Professionswerte geeinigt. Das „Statement of Shared Professional Values“ enthält ein Meta- und sieben einzelne Prinzipien:

  • Meta-Prinzip: Ansehen und Kompetenz der Coaching-Profession sind jederzeit zu mehren.
  • Reputation: Jeder Coach wird wertschätzend agieren in der Form, dass das öffentliche Verständnis und die Akzeptanz von Coaching zunimmt.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Jeder Coach befürwortet die Notwendigkeit, kontinuierlich die eigene Erfahrung, das Wissen, das Verständnis und die Kompetenz zu erweitern.
  • Klienten-Zentriertheit: Jeder Klient wird als kreativ, reich an Ressourcen und ganzheitlich wahrgenommen. Die Aufgabe des Coachs ist es, den Klienten in seiner Entwicklung zu unterstützen; zu diesem Ziel sind alle nötigen Hilfestellungen zu leisten.
  • Vertraulichkeit und Standards: Jeder Coach hat – jenseits des Kontrakts mit dem Klienten – eine professionelle Verantwortung hinsichtlich Geschäftsgebaren und -verhalten. Über die eingesetzten Methoden und Techniken ist Auskunft zu geben. Es sind ausschließlich den Coaching-Fall betreffende Aufzeichnungen gestattet. Die Vertraulichkeit, die Arbeit mit dem Klienten und seinem Umfeld betreffend, ist zu wahren.
  • Gesetzmäßigkeit und Diversity: Jeder Coach arbeitet im Rahmen geltender Gesetze und wird sich jederzeit für Diversity einsetzen.
  • Respekt der eigenen fachlichen Grenzen: Jeder Coach ist sich seiner fachlichen Grenzen bewusst und respektiert diese bzw. die Kompetenzbereiche anderer Professionen. Der Klient ist berechtigt, den Coaching-Prozess jederzeit zu beenden. Andere Coaching-Ansätze als die eigenen werden respektiert, insbesondere wenn sie effektiver erscheinen, dem Klienten zu helfen als der eigene. Es wird jeder Versuch unternommen, Interessenkonflikte zu vermeiden.
  • Persönliche Verpflichtung: Jeder Coach wird die genannten Prinzipien einhalten sowie weitere Ergänzungen ethischer Art oder Durchführungs- sowie Vertragsverletzungsbestimmungen, die der eigene Verband erlassen wird.

Die im Roundtable organisierten Verbände sind:

  • Association for Coaching (AC)
  • The Association for Professional Executive Coaching and Supervision (APECS)
  • European Coaching and Mentoring Council – UK (EMCC –UK)
  • International Coach Federation in the UK (UK ICF)

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