Selbstcoaching oder Hamsterrad?

07.05.2007

Der Mainzer Personalentwicklungsexperte Prof. Dr. Jurij Ryschka hält es heutzutage für unverzichtbar, mit Selbstcoaching den Berufsweg sowie die private Situation zu reflektieren.

Wir sind einmalig und wollen unser Potenzial entwickeln. Früher haben wir diese Aufgabe gerne aus der Hand gegeben, haben Ausbildungsinstitutionen entscheiden lassen und es uns in einer festen Position mit einem festen Gehalt und kalkulierbaren Aussichten bequem gemacht - Beamten-Mentalität, meint der Mainzer Personalentwicklungsexperte Prof. Dr. Jurij Ryschka. Doch diese Zeiten sind vorbei. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns darauf einzustellen, selbst zu entscheiden, was wir tun, was wir lernen und wohin wir uns entwickeln wollen, wenn wir auch in Zukunft bestehen wollen, erläutert Ryschka im Gespräch mit dem Online-Magazin ChangeX. Selbstcoaching geschieht auf verschiedenen Stufen:

  • Ich: Wo komme ich her, was bringe ich mit, welche beruflichen und privaten Interessen hatte ich bisher in meinem Leben?
  • Ziele: Was will ich im Leben erreichen, beruflich und privat?
  • Orga: Wie sehen die Ziele meines Unternehmens aus? Welche Erwartungen stellt es an mich? Wie kann ich ihnen gerecht werden? Welche Entwicklungsmöglichkeiten bietet mir die Firma?
  • Fit: Wie passen die Interessen des Unternehmens mit denen des Individuums zusammen? Wo gibt es Überschneidungen und wo nicht? Und wie gehe ich damit um, wenn es nicht passt?
  • Weg: Wie kann ich meine Interessen in meiner Organisation umsetzen?
     

Wenn wir einen erfolgreichen und befriedigenden Berufsweg im Auge haben, müssen wir unsere berufliche - und private - Entwicklung selbst in die Hand nehmen, so Ryschka. Dafür müssen wir uns regelmäßig Freiräume reservieren. Zeiten, in denen wir in Ruhe an unserer Selbstführung, unserem Selbstcoaching arbeiten können. Oder es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als unsere Ansprüche erheblich zu reduzieren und weiter im Hamsterrad zu rennen...

Weitere Informationen:
www.changex.de

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