Paul Watzlawick ist tot

Der Psychologe, Soziologe und Philosoph Paul Watzlawick ist am 31.März im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Palo Alto (US-Bundesstaat Kalifornien) gestorben.

"Man kann nicht nicht kommunizieren". Diese Zitat ist untrennbar mit Watzlawick verbunden. Sein Verdienst besteht vor allem darin, die Ideen der Forschergruppe um Gregory Bateson, Don Jackson, John Weakland, Jay Haley und anderen einem breiten Publikum verständlich gemacht zu haben.

Watzlawick wurde durch sein Werk "Anleitung zum Unglücklichsein" (1983) international bekannt, es liegt inzwischen in der 23. deutschen Auflage vor. Doch bahnbrechend war sein Buch "Menschliche Kommunikation" (dt. 1969). Insgesamt schrieb Watzlawick über 20 Bücher, die auch in mehr als 80 fremdsprachigen Ausgaben erschienen. Diese Arbeiten hatten Einfluss auf die Entwicklung der Familientherapie und den Konstruktivismus, inspirierten hierzulande aber auch Wissenschaftler wie Friedemann Schulz von Thun, dessen "Vier-Ohren-Theorie der Kommunikation" direkt auf Watzlawick aufbaut. Mit seinem Tod verliert die Fachwelt einen Mentor und Nestor sowie einflussreichen, unterhaltsamen und zudem witzigen Autor. (tw)

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